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Leverkusen: Sommerkonzerte - Bayer zieht sich von KulturStadtLev-Projekt zurück

Sonntagskonzerte in Leverkusen : Bayer zieht sich von Kulturprojekt zurück

„KulturStadtLev“ setzt die Reihe der Sonntagskonzerte 2020/21 alleine fort. Ende November gibt es Klarinette und Klavier. Ob sich die geplanten Termine einhalten lassen, wird von der jeweiligen Entwicklung der Corona-Lage abhängen.

Klein, aber fein startete am Sonntag mit Manuel Binder, Niklas Genschel, Simon Wasse und Joris Geisselbrecht die Reihe Konzerte Leverkusener Musiker in die neue Saison, die in zweierlei Hinsicht eine Besondere ist. Ob sich die geplanten Termine so einhalten lassen, wird von der jeweiligen Entwicklung der Corona-Lage abhängen, auf jeden Fall finden alle Konzerte in größeren Räumen im Forum statt, weil sich im Schloss Morsbroich das erforderliche Hygiene- und Abstandskonzept nicht umsetzen lässt. Damit können die Veranstalter umgehen.

Viel bedauerlicher ist, dass sich Bayer Kultur sang- und klanglos aus der inzwischen letzten Kooperation mit der städtischen Kultur verabschiedet hat. 36 Jahre nach dem allerersten KLM am 29. Januar 1984 gibt Bayer das Projekt auf und will dem Leverkusener Publikum künftig statt eines ganzjährigen Spielzeitprogramms nur noch einzelne Festivals anbieten. Das Nachsehen haben vielversprechende junge Talente, denen das Format KLM ein perfektes Podium bot. In dieser lokalen Reihe, in der ein Interpret irgendwie mit Leverkusen verbunden sein muss, trafen sich Musiker unterschiedlicher Herkunft und Genres von Barock bis Pop. Einige kommen aus anderen Ländern und wirken nun vor Ort, andere sind hier ausgebildet worden und in die Ferne gezogen oder haben inzwischen internationale Preise gewonnen. Sechs Veranstaltungen hatte die organisatorische Leiterin Camille van Lunen eigentlich für die Spielzeit 2020/21 geplant. Vier davon kann „KulturStadtLev“ finanziell alleine stemmen, die beiden anderen mussten auf später verschoben werden. Immerhin können wenigstens diese sechs Konzerte stattfinden.

Nächster Termin ist Sonntag der 29. November. Bei der Matinee im Forum um 11 Uhr spielt das Duo JanDi mit dem Klarinettisten Dimitri Schenker und dem Pianisten Jan Weigelt Sonaten und Fantasiestücke. Weiter geht es am 17. Januar um 11 Uhr mit dem temperamentvollen Duo Accordarra, das sich unter dem Motto „Cabeco, Maestro Piazzolla“ dem Vermächtnis des argentinischen Komponisten widmet. Ob Krisztián Palágyi (Akkordeon) und Ivan Petričević (Gitarre) wie geplant im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich auftreten können oder die Veranstaltung in einen größeren Saal verlegt wird, wird sich kurzfristig entscheiden. Vor allem hofft Camille van Lunen, dass beim letzten KLM der Saison am 7. März (17 Uhr im Agam-Saal) die Musik tatsächlich durch Tanz ergänzt werden kann. Zum 30. Geburtstag von „Tango Fuego“ feiert das Ensemble „El fuego sostenido“. Zur Gruppe gehören Detlef Strüwe (Klavier, Komposition), Sebastian Reimann (Violine, Viola), Pato Lorente (Bandoneon) und Fritz Roppel (Kontrabass). Als special guest ist Roberto Aussel (Gitarre) zur Party geladen.

Tickets (zu zehn, ermäßigt sieben Euro) für alle Konzerte Leverkusener Musiker im Forum gibt es unter der Nummer 0214 406-4113 und auf www.kulturstadtlev.de.