Leverkusen: Sommerfest beim TSV Bayer 04

Licht und Schatten : Sommerfest des TSV Bayer 04

Mit seinen rund 10.000 Mitgliedern ist der TSV Bayer 04 der größte Verein der Stadt. Unter seinem Dach versammeln sich Breiten- wie Spitzensportler. Doch auch den TSV und seine Abteilungen plagen Sorgen.

Am Volleyball ist Licht und Schatten gerade gut zu erkennen. In den vergangenen vier Jahren holte die Mannschaft einmal den Meistertitel in der 2. Bundesliga-Nord, wurde dort dreimal Zweiter. Doch an einen Aufstieg wagten die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Jürgen Rothe nicht zu denken. Zu teuer wäre die Teilnahme an einer Runde im Oberhaus.So geht es vielen Vereinen und Abteilungen in der Spitze. Für den großen Wurf fehlt das Geld, fehlen die Sponsoren. Und damit auch die Anreize für Spieler und Spielerinnen, sich dem Verein im Zweifel dauerthaft anzuschließen.

Aus persönlichen Gründen wie Beruf oder dem Studium zogen sich jetzt sieben Spielerinnen aus der ersten Mannschaft zurück. Ein Kern aus fünf bleibt. Darunter wichtige Säulen wie Kapitänin Anna Hoja. Verstärkung ist ebenfalls bereits verpflichtet. „Kontakt hatten wir zu den Spielerinnen schon länger“, sagte Rothe am Rande des TSV-Sommerfests am Sonntag.

Auch Cheftrainer Zhong Yu Zhou muss aus gesundheitlichen Gründen passen. Für ihn übernimmt Co-Trainer Tigin Yaglioglu. Dennoch will der TSV wieder zu den besten drei Teams  in der Liga gehören.

Währenddessen läuft es im Bereich des Nachwuchses und Breitensports in der Abteilung wunderbar. In jedem Jahrgang wird eine Mannschaft gestellt, die A-Jugend ist in die Regionalliga aufgestiegen und hat mit Finja Schul eine Jugendnationalspielerin in ihren Reihen. „Bei einer erfolgreichen 1. Mannschaft, haben die Jungen Vorbilder“, stellte Rothe die wichtige Rolle des Bundesligateams heraus.

Die Basis beim TSV wird jedenfalls – und das ist eine gute Nachricht – nicht kleiner. Auch am Sonntag tummelten sich wieder viele Kinder zwischen den Sportangeboten. Immer auf der Suche nach dem Lieblingssport. Viele junge Mädchen faszinierte die Rhythmische Sportgymnastik, bei der sich eine große Truppe mit Bällen, Keulen und Reifen zur Musik bewegte. Barbara Klima ist dort seit 34 Jahren als Trainerin verantwortlich. Für sie ist klar: Bei ihr lernen die Kinder Zusammenhalt, Zielstrebigkeit und Disziplin. Klar ist aber auch, ergänzte Trainerkollege Ariel Milanesio, dass nach der Nachwuchsgruppe ab einem Alter von fünf Jahren Wettkämpfe in der Leistungsgruppe zur Pflicht werden. Für mehr Gruppen fehlten Trainer- und Hallenkapazität.