Leverkusen soll 2032 Olympiastadt werden

Bewerbung für 2032 : „Leverkusen ist wie gemacht für Olympia“

Oberbürgermeister Richrath und der Bundestagsabgeordnete Lauterbach unterstützen die Bewerbung.

Die Olympia-Bewerbung von 14 Städten und Kommunen aus NRW für 2032 nimmt  Fahrt auf. Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath zog am Dienstag ein positives Fazit einer gemeinsamen Reise der Stadtoberhäupter mit  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach Berlin. Dort traf sich die Delegation mit den Landesgruppen der Bundestagsparteien, um für ihr Anliegen zu werben.  „Wir haben die volle Unterstützung der Landesgruppen in den Bundestagsfraktionen für eine Bewerbung“, sagte Richrath nach Abschluss der Gespräche. „Olympia ist ein Zeichen Deutschlands an die Welt, dass wir in der Lage sind, eine solch große Veranstaltung zu organisieren.“

Leitidee sei dabei das Prinzip der Nachhaltigkeit. Es sollen zu 90 Prozent  vorhandene Sportstätten genutzt oder solche vorübergehend umgebaut werden, wie etwa die Schalker Arena vom Fußball- in ein Schwimmstadion. Die für Damenfußball-Wettbewerbe vorgesehene BayArena könne so bleiben wie sie ist. Durch Investitionen in Digitalisierung und Mobilität sieht Richrath wichtige Anschübe für Stadtprojekte, so etwa auch für den Sporthallenbau. Die Finanzierung könne nicht allein von den Kommunen kommen, sondern müsse vom Bund mitgetragen werden. „Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die kein Kirchturmdenken verträgt“, sagt der Oberbürgermeister.

Starker Rückenwind für die Bewerbung kommt auch von Richraths Parteigenossen, dem für Leverkusen zuständigen SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach. „Leverkusen ist wie gemacht für Olympia, es wäre eine Belohnung für jahrzehntelange Sportarbeit auf allen Leistungsebenen“, sagt er. „Am Geld darf es nicht scheitern, hier darf nicht klein gedacht werden.“

Kommunale Kritiker hatten auch in Leverkusen als Reaktion auf eine mögliche Bewerbung vor einer  „Kostenfalle“ gewarnt. Inzwischen geht der Initiator der Bewerbung, der Sportmanager Michael Mronz, aber davon aus, dass eine kostenneutrale Veranstaltung möglich sein könnte und verweist auf das Beispiel der Amerikaner: Los Angeles plane für 2028 mit einer schwarzen Null. In sechs bis acht Monaten will Mronz ein erstes Budget für 2032 abgeben.

Lauterbach will nun die Anregung der 14 NRW-Kommunen aufnehmen und sich im politischen Berlin nachdrücklich für eine Zusage einer Kostenbeteiligung des Bundes an den Spielen einsetzen, sofern sie nach Deutschland vergeben werden.

OB Uwe Richrath in Wiesdorf am Rhein bei Km 701. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Als Austragungsorte für die olympischen Fußballwettbewerbe von Damen und Herren sind neben der BayArena  mit 30.000 Plätzen  Dortmund, Köln, Bochum, Duisburg und Essen vorgesehen.    

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