Leverkusen: Schüler üben den Umgang mit Müll.

Kinder lernen Müllvermeidung : Einkaufsbeutel statt Altkleidersammlung

Avea-Mitarbeiter üben bei der „Europäischen Woche der Müllvermeidung“ mit Schülern den Umgang mit Müll.

Knapp ein halbes Kilo Müll produziert jeder Bundesdeutsche am Tag im Durchschnitt. Von der Verpackung des Joghurts bis zum Briefumschlag ist alles eingerechnet. Weltweit häufen sich die Müllberge, und endlich fangen die Menschen ein Umdenken an: Wie viel Verpackung ist denn wirklich nötig? Muss das wirklich weggeworfen werden oder ist es noch verwertbar?

Mit genau diesen Fragen beschäftigt sich die „Europäische Woche der Abfallvermeidung“ (EWAV). Die Kampagne gibt es seit neun Jahren und ihr Ziel ist es, den Europäern Ressourcenschonung zu erklären und gleichzeitig den Weg aus der Wegwerfgesellschaft aufzuzeigen.

Auch der städtische Entsorger Avea nimmt mit einem Projekt in Grundschulen an der EWAV teil. Silvia Cabrera Cayola und Gabriele Frank waren zur Auftaktveranstaltung in der Astrid-Lindgren-Schule in Steinbüchel. Sie brachten den Kindern der Klasse 3b auf spielerische Art und Weise bei, welchen Müll man ganz einfach weglassen oder noch weiter verwerten kann. Die alten Gummistiefel etwa können zu Blumentöpfen umfunktioniert werden und ein Eis im Waffelhörnchen verursacht keinen Müll im Gegensatz zum Eis im Plastikbecher. Mit viel Spaß und kreativen Ideen überraschten die Kinder nicht nur Klassenlehrer Christian Lührig. „Ich bin immer wieder fasziniert, auf welche Ideen die Kinder kommen.“

Da das Motto der EWAV „Wertschätzen statt wegwerfen“ lautet, gab es für die Drittklässler nach dem Ratespiel noch eine Bastelaktion. Bei der wurde aus einem alten T-Shirt mit ein paar Schnitten und Knoten ein neuer nachhaltiger Einkaufsbeutel kreiert.

Auch Avea-Sprecher Claus Dieter Steinmetz ist von der Aktion überzeugt: „Wir hoffen, dass die Kinder als Multiplikator dienen und ihren Eltern beim nächsten Einkauf sagen, dass das unverpackte Obst aus Deutschland besser für die Natur ist, weil es weniger Müll produziert.“

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung geht noch bis zum 24. November. In zwei weiteren Grundschulen findet die Avea-Aktion noch statt. Das Team um Silvia Cabrera Cayola und Gabriele Frank hofft, dass sich noch mehr Klassen und Schulen melden, um an der Kampagne teilzunehmen. „Je früher die Kinder lernen, wie man weniger Müll verursacht, desto besser. Denn sie müssen schon jetzt mit den Konsequenzen unserer Generation leben“, betont Cabrera Cayola.