Brandruine vollständig abgerissen Schlebuscher Baulücke soll sich schließen

Leverkusen · Das Grundstück der Brandruine in Schlebusch ist 19 Jahre nach dem Feuer freigeräumt. Nun soll dort mit einem Neubau begonnen werden.

Die Schlebuscher Brandruine vor dem Abriss 2020.

Die Schlebuscher Brandruine vor dem Abriss 2020.

Foto: Miserius, Uwe (umi)

Nach langen Jahren des Stillstands kommt nun Bewegung in den skandalösen Fall der Brandruine „Alt Schlebusch“ in der dortigen Fußgängerzone. Das abgebrannte und bisher nicht wieder neu erbaute Haus wird allgemeinhin als Schandfleck empfunden. Intensive Gespräche der Verwaltung mit den benachbarten Parteien hätten nun zu einer Situation geführt, die „Abbruchtätigkeiten auf beiden Grundstücken“ ermögliche, schreibt die Stadt in einer Mitteilung des Ratsinformationsdienstes.

Für die Brandruine „Alt Schlebusch“ bedeute dies, dass die bisher aus statischen Gründen stehen gebliebene Grenzwand (Gebäudeabschlusswand) bzw. die zu deren statischer Absicherung verbliebenen Gebäudeteile nunmehr vollständig abgerissen werden konnten.

Nun sollen vom Bauherrn die weiteren Tätigkeiten zur Herrichtung des Geländes sowie die Vorbereitungen für den künftigen Neubau erfolgen. „Die Verwaltung wird das private Bauvorhaben weiterhin intensiv und in enger Abstimmung mit den Privatparteien begleiten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Vor 19 Jahren brannte die Gaststätte „Alt Schlebusch“ aus. Die Ruine blieb stehen, verfiel. Anfang 2020 war die Gaststätte dann abgerissen worden. Dort soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen, hatte der Eigentümer angekündigt.

Nur: Der letzte Rest der Brandruine ganz hinten auf dem tiefen Grundstück blieb stehen, unter anderem, um die gemeinsame Grenzmauer zu einem anderen Gebäude vor dem Einsturz zu bewahren, hieß es 2021. Anfang 2022 hatte die Stadt eingegriffen, weil der Zustand der Bauruine sich derartig verschlechterte, dass nach Einschätzung der Behörde akute Einsturzgefahr bestand.

Zu einem Abriss kam es bisher nicht. Denn es herrschte Uneinigkeit zwischen dem Eigentümer des Areals von „Alt-Schebusch“ und Eigentümern von Nachbargrundstücken. Diese Unstimmigkeiten sind nun offenbar ausgeräumt und es soll freie Bahn für den Bauherrn geben.

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