Leverkusen: Rat beauftragt den OB, mit Nachbarstädten über A3-Ausbau zu reden.

A3-Ausbau : Richrath soll mit Nachbarn reden

Ratsauftrag für den Oberbürgermeister zum A3-Ausbau. Stadtchef wehrt sich gegen Kritik: „Ich wollte Schaden von Leverkusen abwenden“.

(US) Der Leverkusener Stadtrat hat Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD) mit knapper Mehrheit beauftragt, mit den Städten Langenfeld, Solingen und Hilden über den Ausbau der A 3 zu reden. Richrath soll mit den Nachbarkommunen „tragfähige Lösungen“ entwickeln, die dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt werden können. Als Grundlage für Richraths Gespräche dient eine von der CDU initiierte und von der FDP unterstützte Resolution.

Warum geht es? Für die A3 zwischen Opladen und Kreuz Hilden ist in den nächsten Jahren der Ausbau auf acht Spuren plus Standspuren geplant. Dafür müssten Grünbereiche asphaltiert werden. In den Nachbarstädten gibt es dagegen Proteste und Resolutionen. Auch die Mehrheit des Leverkusener Rates fordert eine Reduzierung der angekündigten Autobahnpläne. Gewünscht wird ein Ausbau „ohne weitere Standstreifen“. Bedeutet: Der heutige Standstreifen soll bei hoher Verkehrsbelastung als vierte Fahrspur freigegeben werden können. Diese Methode gibt es in der Nähe schon auf der A3 oder A57.

Rathauschef Richrath unterstützte eine solche Lösung bisher nicht. Seine „unsolidarische Haltung“ wurde von den Nachbarstädten gerügt. Richrath wehrte sich jetzt im Leverkusener Stadtrat: Komme im Bereich Langenfeld/Hilden kein vollwertiger achtspuriger Autobahnausbau (wie zwischen Köln und Leverkusener Autobahnkreuz), dann bleibe das Stück ein Engpass. Folge: Auf der A3 im Bereich Leverkusen und Langenfeld werde es wegen des kleineren Fahrbahndurchschnittes in beiden Fahrtrichtungen weiter automatisch Staus geben, warnte Richrath: „Ich wollte also Schaden von Leverkusen abwenden.“

In der vom Leverkusener Rat beschlossenen Resolution heißt es jetzt: „Bei den Planungen ... sind aus Leverkusener Sicht zu berücksichtigen:

a) die durchgängige Leistungsfähigkeit der A3, auch bei Verkehrsspitzen
b) die Leistungsfähigkeit des Autobahnkreuzes Leverkusen
c) die Tunnellösungen zur A3 sowie zur A1 (Tunnel statt Stelze).“

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