Leverkusen: Radarkontrolle für Kandinsky-Straße in Schlebusch

Aus der Bezirksvertretung : Radarkontrolle für Kandinsky-Straße

Eine Langzeitüberprüfung hat ergeben, dass auf der Kandinsky-Straße zu häufig zu schnell gefahren wird. Jetzt soll es echte Tempokontrollen mit Knöllchen geben.

Auf der Kandinsky-Straße in Schlebusch wird oft zu schnell gefahren. Dies stellte die Stadt Anfang Mai bei einer automatischen Langzeitüberprüfung fest. Von 25.000 gemessenen Fahrern (Höhe Ernst-Ludwig-Kirchner-Straße) rollte jeder fünfte so schnell an einer der Messanlage vorbei, dass er bei einer echten Radarkontrolle ein Knöllchen oder eine Anzeige bekommen hätte. Die Stadt hat deshalb den Politikern der Bezirksvertretung III zugesagt, spätestens in zwei Wochen, möglicherweise auch früher, mit regelmäßigen Radarkontrollen in der Kandinsky-Straße zu beginnen. Es steht dafür nur noch die Genehmigung der Polizei aus.

Ausgelöst wurde die Untersuchung durch die CDU, die damit der Bitte eines Bürgers nachkam. Die Christdemokraten forderten regelmäßige Kontrollen auf der Kandinsky-Straße. Die an einigen Stellen überbreite Straße gilt als Umgehungsstraße für die Odenthaler Straße und die Bergische Landstraße zwischen Schlebusch und Mathildenhof. Speziell wegen der Überlastungen der Kreuzung Herbert-Wehner-Straße/Bergische Landstraße nutzen Ortskundige diese Route gerne als relativ stau­freie Strecke.

Auf der Straße gilt Tempo 50. Grünen-Politiker Christoph Kühl beantragte eine Absenkung des zulässigen Tempos auf 30 Stundenkilometer. Die CDU forderte zusätzlich die Einrichtung von zwei Zebrastreifen als „Raserbremse“. Die städtische Verkehrsexpertin signalisierte zwar Verständnis für die Forderungen, lehnte sie aber aus rechtlichen Gründen strikt ab. Die Kandinsky-Straße sei eine Haupterschließungsstraße. Die Route habe keinen Unfallschwerpunkt. Zudem gebe es an der Straße keine besonders schützenswerten Einrichtungen wie etwa Kindertagesstätten, Altenheime oder Schulen. Damit fehle für die Anordnung von Tempo 30 schlicht die Rechtsgrundlage.

Als weiteren Grund gegen die Temporeduzierung nannte die städtische Vertreterin noch dieses Leverkusener Standardargument: Die Wupsi führe eine Buslinie über die Straße und sei deshalb dort grundsätzlich gegen Tempo 30, weil dies die Fahrzeiten verlängern würde. Allerdings wehrte sich die Wupsi auch bei der Kölner Straße in Opladen lange gegen Tempo 30, heute ist dort diese Geschwindigkeit vorgeschrieben.

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