Public Viewing in Leverkusen Stadionatmosphäre im Neulandpark

Update | Leverkusen · Mitfiebern macht gemeinsam mehr Spaß. Etwa 8000 Zuschauer drückten am Mittwochabend im Neulandpark der Werkself beim Europa-League-Finale in Dublin gegen Atalanta Bergamo die Daumen. Es half nicht: Am Ende stand ein enttäuschendes 0:3.

 Rudelgucken im Neulandpark: Etwa 8000 Fans hofften beim Public Viewing vergeblich auf einen Sieg der Werkself in Dublin .

Rudelgucken im Neulandpark: Etwa 8000 Fans hofften beim Public Viewing vergeblich auf einen Sieg der Werkself in Dublin .

Foto: Uwe Miserius

Am Anfang waren sie voller Hoffnung, zum Schluss bitter enttäuscht. Dabei hatte der Mittwochabend im Neulandpark so gut begonnen. Schon Stunden vor Anpfiff der Begegnung zwischen Bayer 04 Leverkusen und Atlanta Bergamo beim Europa League-Finale in Dublin hatte sich die Sparkassenarena in ein schwarz-rotes Farbenmeer verwandelt. Die Anhänger der Werkself wollten ihrem Team den Rücken und mit Blick auf das Bayerkreuz stärken. Im Laufe des Abends wurden insgesamt 8000 Besucher erwartet.

Bis zum Beginn der Übertragung wurde das Programm unter anderem durch Liveschaltungen zu RTL und eine Videobotschaft von Ex-Trainer Erich Ribbeck aufgelockert. Die Vorfreude war deutlich spürbar. Als die offizielle Stadionhymne von Bayer 04 Leverkusen „Mit dem Kreuz auf der Brust“ erklang, verursachte das nicht nur Gänsehaut, sondern ließ auch echte Stadion-Stimmung aufkommen. Fahnen wurden geschwenkt, Schals in die Höhe gehoben. Selbst das Wetter passte zur friedlichen Atmosphäre, die Sonne stahl sich immer mal zwischen den Wolken vor.

Manche hatten sich Decken mitgebracht und ließen sich zum gemütlichen Picknick nieder. Andere saßen auf Klappstühlen oder Mauern. Doch die Meisten standen unmittelbar vor der Großleinwand. Unter ihnen etwa Nico, Paul und Simon. Die beiden Auszubildenen und der Angestellte wetteten auf einen Sieg ihrer Leverkusener. Dennis konkretisierte: „Bayer bleibt weiter ungeschlagen und wir gewinnen mit 3:1.“ Sascha, Michael und Vlado bekannten sich als Mitglieder eines kleinen Fanclubs: „Wir haben 36 Jahre auf den Titel gewartet und schon nicht mehr daran geglaubt. Unglaublich, dass es jetzt endlich geklappt hat.“ Es werde ein schweres Spiel, prognostizierten die Freunde. „Aber wir werden in der Nachspielzeit mit 2:1 knapp gewinnen“, waren die Männer überzeugt. „Das wäre ein krönender Abschluss“, fügte Sascha hinzu.

Selbst in der Halbzeit, als der italienische Gegner schon 2:0 führte, waren die Fans noch voller Hoffnung. „Aufgeben ist keine Option. Schließlich haben unsere Kicker schon viele Tore in der Nachspielzeit geschossen und die Partie umgedreht“, betonte Christian. Alle wollten nach dem Spiel eigentlich glücklich nach Hause gehen und weitere Geschichte schreiben.

Erst als der Schlusspfiff ertönte, verließen viele Fans das Gelände mit hängenden Köpfen, während andere eine ganze Weile verharrten, um das Geschehene zu verarbeiten. „Wir haben so sehr auf einen Sieg gehofft, aber es hat einfach nicht sein sollen“, sagte Fabian traurig und ergänzte: „Am Samstag sind wir wieder hier und unterstützen unsere Mannschaft.“

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