Leverkusen: Psychatrie zieht später ein

Start verzögert sich bis November: Klinik-Umbau für die Psychiatrie

Die geplante Baumaßnahme der LVR-Klinik Langenfeld im Klinikum Leverkusen wird erst im November dieses Jahres beginnen. Der Bauantrag sei gestellt und die Ausführungsplanung bereits begonnen, teilt die Klinik des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) mit.

Hauptgrund für die Verzögerung sei das Seveso-Schutzkonzept. Danach müssen nach europäischem Recht bei neuen Entwicklungen angemessene Abstände zwischen Industriebetrieben und sogenannter schutzbedürftiger Nutzung eingehalten werden. Da ein solches für ein Gebäude auf dem Klinikgelände noch nie gefordert war, konnte auf keine Standards und Rahmenbedingungen aus vorangegangenen Projekten zurückgegriffen werden. Dieser Aufwand verzögerte zunächst den Bauantrag und die entsprechend nachfolgenden Schritte wie die Ausführungsplanung und die Erstellung der Ausschreibungen.

Auf dem Gelände des Klinikums Leverkusen werden ab November dieses Jahres zwei Etagen im Gebäude der alten Neurologie umgebaut. In ihnen sollen eine stationäre Einheit mit 30 Betten sowie eine Tagesklinik mit 30 Plätzen und eine Ambulanz eingerichtet werden. Diese bieten psychiatrische Behandlungsangebote im Bereich der allgemeinen Psychiatrie, der Gerontopsychiatrie (Alterspsychiatrie) und im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen an. Die LVR-Klinik Langenfeld möchte mit der Erweiterung des Behandlungsangebotes in Leverkusen im Sinne einer gemeinde- und wohnortnahen Psychiatrie dazu beitragen, stationäre Aufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Auch die Vernetzung mit dem Klinikum Leverkusen soll sowohl fachlich als auch infrastrukturell intensiviert und Leistungen gegenseitig in Anspruch genommen werden.

(RP)
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