Leverkusen: Polizeiboot war die Attraktion beim Hafenfest in Hitdorf

Hafenfest: Polizeiboot war Attraktion beim Hitdorfer Hafenfest

Beim traditionellen Hafenfest stellte der Yacht-Cub Wuppertal-Hitdorf seine Aktivitäten vor.

(kno) „So wenig Wasser im Rhein habe ich noch nie gesehen“, staunten Erwachsene, die aus ganz Leverkusen zum traditionellen Hafenfest des Yacht-Clubs Wuppertal-Hitdorf gekommen waren. Jüngere interessierten sich weniger für den Wasserstand, als vielmehr für die Motorbootshow und die Trainingsvorführungen der Jugendabteilung. Aber noch mehr für das 19 Meter lange und mit zwei 500 PS Motoren ausgerüstete Einsatzboot der Polizei.

Das sogenannte Rheinstreifenboot wurde im Jahr 2000 als eines von zwölf Exemplaren speziell für den Rhein und die NRW-Wasserschutzpolizei entwickelt. Wenn es sich realisieren lässt, ist die dreiköpfige uniformierte Besatzung bei jedem Hafenfest dabei. Obwohl Timo (10) quasi ein alter Hase auf dem Wasser ist – seine Eltern Rebecca und Ronny besitzen neben einem Sportboot auch ein altes Polizeiboot aus der DDR – war er zum ersten Mal an Bord dieses Bootes. „Musstet ihr auch schon mal Leichen aus dem Wasser ziehen?“, wollte er von Polizei Hauptkommissar Torsten Schmidt wissen. Dieser nickte und erklärte dem Jungen die Bedeutung und Funktion der verschiedenen Knöpfe und Hebel im Führerstand.

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Für Froschkönig, Schwan und Schaukelpferd ließen die Kleinkinder jedes andere Spielzeug links liegen. Das Kinderkarussell zog sie magnetisch an. Betreiber Ludwig Traber – ein Bruder der bekannten Hochseilartisten – hat das nagelneue Karussell erst kürzlich nach dem Vorbild eines Originals von 1930 nachbauen lassen.Das Hafenfest in Höhe von Rheinkilometer 702,5 bietet dem Verein am Ende der Saison eine gute Gelegenheit, seine Aktivitäten in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit dem bunten Treiben auf dem Vereinsgelände war Vereinsvorsitzender Dr. Stephan Utzelmann sichtlich zufrieden. Es gibt nur einen Ärger, der bei ihm und den anderen Clubmitgliedern für Unmut sorgt. Und das ist der Besitzer eines Bootes, der angeblich im Ausland weilt. „Seit zwei Jahren vergammelt sein Boot im Wasser“, beschrieb Utzelmann. „Er blockiert einen unserer 36 Liegeplätze und bezahlt nicht dafür.“ Gegen diesen Mann vorzugehen, der ein regelrechter Mietnomade auf dem Wasser ist, sei nicht so ohne weiteres möglich, bedauerte Utzelmann und hoffte, dass es trotzdem zu einer Lösung komme.