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Leverkusen: Polit-Zoff um Kinderwagenrampe

Bezirksvertretung für Leverkusen-Opladen diskutiert hitzig : Polit-Zoff um Kinderwagenrampe

Die Bezirksvertretung II diskutierte hitzig über die Neumodellierung eines Teils des Verbindungswegs zwischen Dechant-Krey-Straße und Imbacher Weg. Stadt soll nun genaue Kosten prüfen.

Die Verbindung zwischen der Dechant-Krey-Straße und dem Imbacher Weg in Opladen sorgte kürzlich für Streit und gekränkte Eitelkeiten in der Sitzung der Bezirksvertretung II. OP Plus stellte den Antrag, die Schieberampe für Kinderwagen solle verbreitert, das Gefälle abgesenkt und die beschädigten Treppenstufen ausgebessert werden. Außerdem solle das Drängelgitter für Fahrradfahrer beseitigt werden.

Markus Pott warf für diese Maßnahmen den Betrag von etwa 50.000 Euro Baukosten in den Ring. Das hatte demzufolge Thomas Eberhard, Abteilungsleiter Straßenunterhaltung, bei einem Ortstermin so ausgerechnet. Pott war sich sicher: Ob der Belebtheit und der starken Frequentierung der Verbindung, lohne sich diese Investition allemal. Schließlich täten sich Eltern mit Kinderwagen an dieser Stelle sehr schwer – das habe sich bei der Begehung gezeigt.

Das sah Matthias Itzwerth von der CDU jedoch anders. Er betonte: „Als wir da waren, haben Mütter mit ihren Kinderwagen das problemlos bewältigt.“ Er bezeichnete den Vorschlag als „Rosinenpickerei“ und zu diesem Preis nicht durchführbar. Benedikt Rees (Klimaliste) bemängelte die bauliche Situation wie im Antrag dargelegt. Er bekräftigte: „Sowas dürfte heute gar nicht mehr gebaut werden.“ Dirk Danlowski (Grüne) gab zu bedenken, dass die Summe von 50.000 Euro nur eine Schätzung gewesen sei und sich die Baukosten seiner Meinung nach weit über diesem Betrag befinden müssten.

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Die Stellungnahme der Verwaltung hörte sich durchaus so an, als habe er damit recht. Sie berichtete, eine „einfache Lösung“, wie sie zwischenzeitlich vorgeschlagen wurde, gebe es nicht. Demnach müsste der ganze Bereich neu geplant werden – inklusive Straßenverkehr. Das bestätigte auch Fachmann Thomas Eberhard.

Rees blieb dennoch bei seiner Linie. Die Änderungen seien dringend nötig. Auch, weil er selbst als eifriger Fahrradfahrer wisse: Die Männer und Frauen auf den Drahteseln nehmen gerne den kürzesten und nicht den ausgeschilderten Weg. Die Verwaltung solle eine Machbarkeit prüfen. Das rief Danlowksi zurück auf den Plan, und er antwortete, obwohl er „eigentlich nichts mehr dazu sagen wollte“. Zu einer neuerlichen Einmischung verleitete ihn der viele „Blödsinn, wie ich hier in den letzten Minuten gehört hab‘“. Er warf Rees Besserwisserei vor und legte ihm nahe, in die Stadtverwaltung zu wechseln. Das ließ dieser aber nicht auf sich sitzen und polterte: „Wenn dem so wäre, wäre ich bei den Grünen.“

Immerhin konnten sich die Beteiligten darauf einigen, dass die Verwaltung die ausstehende Kostenfrage bezüglich einer Neumodellierung des Bereichs prüfen solle.