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Leverkusen-Opladen: Aus dem Scala-Cantina wird jetzt das Canapé

Neue Ausrichtung an der Uhlandstraße : Aus dem Scala-Cantina wird das Canapé

Am Restaurant neben Club und Kino an der Opladener Uhlandstraße ist nicht nur der Name neu. Auch Konzept und Betreiber ändern sich. Zumindest einer von ihnen ist in der Stadt als Macher der Jazztage sehr bekannt: Fabian Stiens.

Privat sind sie schon länger ein Paar. Ihr gemeinsamer Sohn Flynn ist jetzt ein Jahr und fünf Monate jung. Mit Übernahme der Scala-Gastronomie werden Fabian Stiens und Annika Hesemann nun auch zu beruflichen Partnern. Die offizielle Eröffnung des Restaurants ist für Freitag, 3. Juli, 17 Uhr, geplant.

„Nach zwölf Jahren Verpachtung haben meine Lebensgefährtin Annika Hesemann und ich den Entschluss getroffen, die Gastronomie im Scala mit gutem Geschmack und viel Liebe selbst zu übernehmen und in unserem Sinne zu gestalten“, sagte Stiens bei der Vorstellung des Projekts. „Denn“, so fügte der 33-jährige Opladener hinzu, der 2015 die Nachfolge von Eckhard Meszelinsky übernahm und seither sowohl die Regie im Opladener Scala-Club an der Uhlandstraße als auch bei den Leverkusener Jazztagen führt, „so richtig zufrieden waren wir bisher nie.“ Die Gelegenheit zum Neuanfang bot sich, weil der Vertrag des letzten Pächters zum 30. April auslief und im gegenseitigen Einvernehmen nicht fortgeführt wurde.

In Zukunft soll nichts bleiben, wie es war. Das zeigt schon die Bezeichnung „Canapé“ statt „Cantina“. Der Name soll Programm sein. Das Konzept hat Hesemann – zuletzt war sie als Begleiterin bei Condor beschäftigt  – ausgearbeitet. „Vorrangig geht es um kleine Leckereien und Snacks aus der gehobenen Küche, die besondere Geschmackserlebnisse und Genussmomente bieten“, erläuterte die 33-jährige Opladenerin.

Aber nicht alle Speisen für den kleinen Hunger werden mit wenigen Bissen zu essen sein. Für den größeren Appetit hat Hesemann diverse Ideen aus ihrer Zeit als Flugbegleiterin beigesteuert: Etwa Steak mit Schoko-Sauce aus Südafrika oder Maiskolben mit Erdnussbutter aus Spanien. Ganz bodenständig zählen außerdem Frikadellen zum Angebot, die vor allem bei Veranstaltungen stark nachgefragt sein dürften.

Für Veganer gibt es Burger. Die Zutaten dafür und der Kuchen zum Kaffee stammt aus der Bäckerei Willecke. Stiens steuert auch den Frankfurter Kranz seiner Mutter bei, den selbst Jazzsänger Gregory Porter schon gegessen und als „besten Frankfurter Kranz aller Zeiten“ bezeichnet hat. Verantwortlicher Küchenleiter ist Daniel Scheffler aus Köln. Der 27-Jährige bringt Erfahrung aus der Eventgastronomie mit, war zuletzt auf der Pferderennbahn in Weidenpesch beschäftigt. Ihm zur Seite steht – zumindest vorerst und auf Anfrage  – der selbstständige Gastronomieberater Christian Fischer. Zum gesamten Küchen- und Theken-Team gehören zwölf Mitarbeiter.

Weil das Wort Canapé zugleich für Sofa steht, können sich Besucher in der neuen Sofa-Ecke entspannen, um dort etwa zu besonderen Momenten eine Neuheit von der Getränkekarte zu genießen: Winzerchampagner aus nachhaltigem Anbau der Kölner Jungunternehmerin Linda Barbosa Fortes. Die Antwort auf industriell hergestellten Champagner hat ihren Preis: das Glas kostet 14,50, die Flasche 89 Euro. Die Wände dieses Bereiches sind übrigens mit Werken des Leverkusener Künstlers Jürgen Dehninger verziert, die Objekte im Restaurant hat Hesemann kreiert. Gegenüber der Theke ist eine rustikale Kino-Ecke eingerichtet.