Tierische Entdeckung im Schlafzimmer Leverkusenerin fängt Nosferatu-Spinne im Glas

Leverkusen · Keine Angst vor Spinnen, auch wenn sie Gift versprühen können. Eine Leverkusenerin packte die morgendliche Entdeckung kurzerhand in ein Glas und beförderte das Tier an die frische Luft.

Nosferatu-Spinne: In diesen NRW-Städten wurde sie gesichtet​
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In diesen NRW-Städten wurde die Nosferatu-Spinne gesichtet

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Foto: CC BY 2.0/rankingranqueen

Die Nosferatu-Spinne ist offenbar auch in Leverkusen angekommen. Joana Kautz aus Fettehenne entdeckte ein Exemplar der Gattung am Mittwochmorgen unter der Decke in einer Ecke ihres Schlafzimmers. Aufgrund der hellbraunen Färbung und der auffälligen Größe des Objekts war für die Leverkusenerin schnell klar, dass es sich um eine Nosferatu-Spinne handeln musste.

 Gefangen zwischen Glas und Netto-Prospekt hat Joana Kautz das Spinnentier.

Gefangen zwischen Glas und Netto-Prospekt hat Joana Kautz das Spinnentier.

Foto: Joana Kautz

Das aus dem Mittelmeer eingewanderte Tier ist nun auch in Deutschland zu finden und anders als hier übliche Spinnen versprüht sie Gift, das aber normalen Menschen nichts anhaben und allenfalls Allergikern gefährlich werden kann. Und so blieb Joana Kautz ruhig und besonnen. „Mit Spinnen habe ich kein Problem“, sagt sie. „Da gibt es deutlich schlimmere Krabbeltiere, etwa Heuschrecken.“ Die Leverkusenerin ging ins Bad, holte ein Glas und stieg auf ihr Bett. „Da lief die Spinne im Affenzahn die Wand hinunter“, berichtet sie. Glas drauf, Discounter-Prospekt drunter – schon war der unliebsame Gast gefangen. Fenster auf und raus damit. „Die Spinne darf nun draußen weiterleben“, sagt die Frau unaufgeregt.

Spinnenexperte Stephan Loska vom Aquazo Löbbecke Düsseldorf betont, eine Gefahr gehe von der Nosferatu-Spinne nicht aus. Zwar sei sie giftig, aber das sei die heimische Kreuzspinne auch. Der Biss sei vergleichbar mit dem Schmerz eines Wespen- oder Bienenstichs, und wer nicht allergisch sei, der habe auch keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten.

Die Nosferatu-Spinne gehört der besonderen Art der Kräuseljagdspinnen an. Diese bauen nicht, wie für andere Spinnen üblich, ein Fangnetz. Stattdessen produzieren sie einen Kräuseljagdfaden. Ihre Beute verfolgen sie zunächst, bevor sie sich auf sie stürzen. Die Kräuselfäden sind nicht für ihre Beute vorgesehen. Vielmehr werden die 20 bis 50 Eier in ein Gewebe eingebunden und sollen dadurch geschützt werden. Das Gespinst habe etwa die Größe eines Zwei-Euro-Stückes, wie das Naturkundemuseum Karlsruhe erklärt.

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