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Leverkusen: Neues Outdoor-Gym für 100.000 Euro im Neuland-Park

Outdoor-Gym im Neuland-Park : Trainieren wie an den Stränden Kaliforniens

An acht Geräten können Sportbegeisterte im Neuland-Park trainieren. 100.000 Euro wurden in das Outdoor-Gym investiert. „Wir haben im Neuland-Park bereits Angebote für Senioren und Familien, jetzt wollten wir auch mal die 16- bis 30-Jährigen ansprechen“, sagt Ulrich Bornewasser vom Förderverein.

Oberbürgermeister Uwe Richrath probierte sich engagiert am Rudergerät aus – mit noch etwas Luft nach oben bei der Ausführung. Auf einer Anhöhe im Zentrum des Neulandparks können sich Sportbegeisterte seit Mittwoch an acht verschiedenen Fitnessgeräten betätigen: im Freien. Das Outdoor-Gym ist eines von mehreren Neuerungen im Neulandpark, an denen während des Corona-Lockdowns gewerkelt wurde. Nun habe Leverkusen quasi wie Kalifornien sein eigenes „Muscle Beach über den Dächern der Stadt, mit Ausblick auf den Chempark und das Bergische Land – was kann es Schöneres geben?“, sagte Ulrich Bornewasser verschmitzt bei der Eröffnung. Der Förderverein Neuland-Park, dem er vorsitzt, machte mit der Stadt, Bayer 04 und dem Immobilienunternehmen Paeschke das Outdoor-Gym durch die Investitionssumme von 100.000 Euro möglich. Bornewasser betonte: „Wir haben im Neuland-Park bereits Angebote für Senioren und Familien, jetzt wollten wir auch mal die 16- bis 30-Jährigen ansprechen.“

Eigentlich war es geplant, das Natur-Fitnessstudio schon im vergangenen Jahr fertigzustellen, die Installation von vier Geräten musste aber witterungsbedingt auf dieses Jahr verschoben werden.

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Die in Finnland gefertigten Geräte sind teils aus Edelstahl, wetterfest, sollen auch Vandalismus standhalten und sind so konzipiert, dass sich die Gewichte auf- und ablegen aber nicht entnehmen lassen. Ein Rücken-Gerät ist für Rollstuhlfahrer geeignet. „Solche Trainingsmöglichkeiten im Freien, wie wir sie hier haben, sind einzigartig in Deutschland“, sagte Armin Kühler vom städtischen Fachbereich Stadtgrün, der den Neulandpark betreut: „Es ist für fast jede Muskelgruppe etwas dabei, nur die Beinpresse fehlt. Wir erweitern aber eventuell noch.“

Eine Infotafel klärt über die Bedienung und die Muskelgruppen, die trainiert werden, auf. Auch finden sich an jedem Gerät QR-Codes. Mit dem Smartphone lassen sich so Videos aufrufen, in denen Experten die richtige Ausführung vormachen.

Solarleuchten und Solarbank ergänzen das Freiluft-Gym. „Hier können Handy oder Bluetooth-Box aufgeladen werden“, erläutert Kühler. Musik hören, was im Park gewöhnlich verboten ist, sei hier erlaubt.

Fernab des Fitnessbereichs wird es für den Spielplatz ein neues Sonnensegel geben, der Köln-Garten der Landesgartenschau wurde in ein Erholungsgarten mit Liegebänken umgewandelt, die Außenwände des Feng-Shui-Gartens werden gerade erneuert, der Solingen-Garten ist jetzt Picknick-Ecke. Und der Garten „Strandflair“ hat neue Palmen, Liegestühle und Sand bekommen. Die Neuerungen begründete Uwe Richrath so: „Seit Corona wird der Park noch stärker genutzt. Viele verbringen hier ihre Ferienzeit.“