Leverkusen: Neues Hospiz nimmt im Herbst erste Patienten auf

Betreiber sucht bereits Personal : Hospiz nimmt im Herbst erste Patienten auf

Neben dem Fortgang der Gebäude-Bauarbeiten in Steinbüchel ist nun die Personalsuche angelaufen.

Lebensqualität bis ganz zum Schluss  – darum geht es beim ersten Leverkusener Hospiz. Nachdem im vergangenen Februar die ersten Arbeiten auf dem Grundstück Ecke Steinbücheler/Bruchhauser Straße begonnen haben und der Grundstein erst im September gelegt wurde, sind die Arbeiten inzwischen schon weit fortgeschritten. „Wir kommen gut voran“, schilderte der künftige Einrichtungsleiter Christoph Meyer zu Berstenhorst jetzt vor der Presse. Zur Erinnerung: Das Gebäude mit drei Etagen und Tiefgarage wird durch die 2018 gegründete HKM-Stiftung von Heike und Klaus Müller für ein Investitionsvolumen von fast fünf Millionen Euro errichtet, die Palli-Lev Gmbh als gemeinnützige Betreibergesellschaft wird das Haus anmieten und das stationäre Hospiz betreiben.

Seit einer Weile steht der Rohbau, die Rundung der Fassade ist deutlich zu erkennen. Das gilt ebenso für die Ausmaße der künftigen Zimmer, die alle einen Blick auf den Garten haben und mit Balkon oder Terrasse ausgestattet sind. „Wir hoffen, dass wir Ende Oktober, spätestens Anfang November, die ersten Schwerstkranken und sterbenden Menschen aufnehmen können“, ergänzte Meyer zu Berstenhorst im Beisein von Wolfgang Hübner, dem Vorsitzenden des Fördervereins PalliLev und Manfred Klemm, dem Geschäftsführer der Palli-Lev gGmbH.

In dem Haus, das der künftige Leiter als wichtigen Lückenschluss in der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Leverkusen bezeichnete, werden insgesamt zwölf Plätze angeboten. Die Bewohner sollen durch 25 Fachkräfte gepflegt werden. Aktuell läuft die Suche nach Personal, bewerben können sich neben Mitarbeitern für Küche und Verwaltung vor allem examinierte Alten- und Krankenpflegefachkräfte für Voll- und Teilzeitstellen.

Zeitgleich neben der Personalakquise müssten Verträge mit Krankenkassen geschlossen und Einrichtungsgegenstände bestellt werden. Letzteres funktioniere vor allem über Spenden. Auch wenn der Spendentopf schon gut gefüllt sei – laut Klemm wurden im Vorjahr insgesamt 207.000 Euro eingenommen –, seien weitere finanzielle Mittel dringend notwendig. Bislang drei geplante Benefizkonzerte sollen dabei helfen.

Den Auftakt übernimmt eine Veranstaltung der Bayer Philharmoniker mit dem Cellisten Johannes Gramsch am Samstag, 28. März, um 19.30 Uhr im Erholungshaus in Wiesdorf. Dazu stellt Bayer Kultur  die Spielstätte kostenfrei zur Verfügung, die Akteure verzichten auf ihr Honorar. Im Altenberger Dom erklingen am Sonntag, 26. April, um 14.30 Uhr Werke von Kantor Andreas Meisner und weiteren Solisten. Ein Kölsches Konzert ist für Samstag, 12. September, im Forum geplant. Nähere Details werden rechtzeitig bekannt gegeben, versprechen die Veranstalter. Weitere Infos zum Projekt unter: www.pallilev.de