Leverkusen: Neuer Campus der TH Köln im Rohbau fertig

Opladen : Der neue Campus nimmt Gestalt an

Der Rohbau der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln in der Neuen Bahnstadt ist fertig.

Der Campus der Technischen Hochschule Köln hat endlich Gestalt angenommen: Eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich in der Neuen Bahnstadt ist der Rohbau des Gebäudeensembles der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften zeitplanmäßig abgeschlossen worden. Als Nächstes stehen Fassaden- und Innenausbau an.

Langsam lässt sich erahnen, was die ersten Studenten auf ihrem neuen Campus ab dem Wintersemester 2020/21 erwarten können: Fünf großzügig gestaltete Gebäude mit Industriecharme aus Beton, Stahl und Glas, die über offen gestaltete lichtdurchflutete Korridore miteinander verbunden sind. Viel Grün soll sie später umgeben, neueste Technik, großräumige Labors und viel Platz für Lehre und Forschung bieten.

Bei einer Baustellenbesichtigung durch den Rohbau aus Beton konnten sich gestern Architekten und spätere Nutznießer des Campusgeländes ein Bild von der Größe und Ausrichtung der Gebäude machen. Auf der Westseite des 29.000 Quadratmeter großen Geländes – eineinhalb Mal so groß, wie das Berliner Kanzleramt – befindet sich, hinter einem kleinen Vorplatz, der Haupteingang zum sogenannten „Gebäude 0.“ Eine rund 150 Meter lange Sichtachse ermöglicht einen uneingeschränkten Blick ins Innere des Gebäudes. Die hohen Decken, der lange Flur und die offen gestalteten Räume spiegeln sich auch in den beiden Hörsälen wider, die sich im Erdgeschoss gleich am Eingang auf der linken Seite befinden: der große, mit einer Kapazität für 250 Studenten, der kleine mit 180 Sitzplätzen. Die Rampe, auf der später die gepolsterten Sitzplätze verankert werden, ist bereits im Rohbau zu sehen. Dahinter soll später die Bibliothek einziehen, gegenüber eine große Mensa Platz für die bis zu 1000 Studenten bieten.

Eine weitere Besonderheit, erklärte Architektin Ute Frank vom Berliner Architekturbüro Augustin und Frank, das den Neubau geplant hat: Eingefasst werden sollen die Hörsäle nämlich, wie ein Großteil des Baukörpers, mit großflächigen Glasfronten.  „Das soll die kommunikative Lernlandschaft des Campus hervorheben“, sagte Frank.

Genau das fehlte dem Campus bislang, der seit 2010 im Chempark angesiedelt ist. Fakultätsleiter, Dekan Professor Dr. Matthias Hochgürtel, freut sich deshalb, wenn er zum Wintersemester 2020/21 mit seinen Studenten auf den neuen Campus ziehen kann. „Dann ist das nicht nur ein Ort des Lernens, sondern wo man auch nach den Seminaren noch auf ein Bier zusammensitzen, im Sommer vielleicht sogar auf dem Gelände grillen kann.“ Bislang kommen die Studenten nur zum Lernen auf den Campus im Chempark und sind dann aber auch ganz schnell wieder weg, weil die Aufenthaltsqualität fehle.Die wird es auf dem neuen Campus reichlich geben.

Daneben aber wurde natürlich auch an alle technischen Voraussetzungen für Labore gedacht, in denen die Studenten die Praxis erlernen sollen. Im Obergeschoss der zweigeschossigen Gebäude für Forschung und Lehre  sind gleich mehrere Labore angesiedelt. Viel Platz für die gesamte notwendige Technik gebe es später auf dem Dach. Dadurch, erklärte der Projekt-Verantwortliche Ulrich Witte, habe man den vorhandenenPlatz optimal ausgenutzt.