Leverkusen: Neue Spielgeräte Fußgängerzone Opladen

Fußgängerzone : Neue Kletter- und Spielgeräte für die Bahnhofstraße in Opladen

Eigentlich wollte Karin Avcioglou nur schnell mit ihrer Tochter zur Post. Aber nun steht sie seit zehn Minuten in der Fußgängerzone vor der Tür und kommt nicht voran. Denn Tochter Selma absolviert wieder und wieder den neuen Spielgeräte-Parcours, während ihre Mama die Zeit stoppen muss.

Einmal am Bahnsignal rütteln, dann über die Einkaufstasche klettern, durchs Häuschen laufen und zuletzt die Zitronenscheibe am Cocktailglas drehen. 29 Sekunden – neuer Rekord für die Vierjährige.

Seit Freitag sind die vier neuen Geräte – gutachterlich geprüft und ordentlich versehen mit dem Prüfaufkkleber des Herstellers „Spiel Bau Brandenburg“ – auf der Opladener Bahnhofstraße freigegeben, der Bauzaun ist entfernt. Die vier Elemente sind nach dem Logo gestaltet, das das Stadtteilentwicklunsgkonzept (STEK) von Opladen symbolisiert.

Das Cocktailglas steht dabei für den Ausgehstandort Opladen, der – so die Zielsetzung des STEK – ein stärkeres Profil bekommen soll. Die Einkaufstasche soll die Bedeutung Opladens als Einkaufszentrum hervorheben. Das Haus steht für verfügbare und auf der Internetseite „Stadtteilentwicklung Opladen“ vermittelbare Ladenlokale, und das grüne Bahnsignal symbolisiert den Impuls, der durch die Entwicklung der Neuen Bahnstadt für Opladen gegeben wird und die städtebaulichen Umbaumaßnahmen im öffentlichen Raum, die zu einer Aufwertung des Zentrums beitragen sollen.

Die grün-gelben Spielgeräte wurden auf einem federnden, roten Gummibelag installiert, so dass selbst bei einem Sturz größere Verletzungen ausbleiben sollten. Hinzu kommt, dass die Kletterelemente alle nicht sonderlich hoch sind, so dass selbst Kleinkinder darauf herumkraxeln können.

Auch um die Ecke, auf der Kölner Straße, wurden kleinere Spielgeräte installiert und schon freigegeben. Und zwar ein Wackelsitz und eine Art Skateboard, das sich ebenfalls bewegt, sobald sich ein Kind draufstellt. Aber in ersten Gesprächen mit Passanten kommen diese beiden Geräte nicht so gut an. „Meine Kinder wackeln auf diesen Dingern immer richtig wild herum“, sagt ein Vater, der solche Geräte von zahlreichen Spielplätzen kennt. „Da sind sie allerdings meist im Sand installiert. Ich denke, auch hier hätte die Stadt einen Gummibelag drumherum machen sollen. Die Pflastersteine als Untergrund finde ich richtig gefährlich“, sagt er. „Ich würde meine Kinder hier nicht spielen lassen.“

Um die Fußgängerzone noch einladender zu machen, werden auch noch Bänke aufgebaut. Die werden im August geliefert, teilt die Stadt mit.

(ena)
Mehr von RP ONLINE