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Leverkusen Neue Besitzer von Eisdiele Santini in Bergisch-Neukirchen

Essen und Trinken : „Einmal in der Waffel, bitte“

Die neuen Besitzer der Eisdiele „Santini“ wollen fast nichts ändern.

Der Start ist geglückt - trotz der Hindernisse durch Corona. Im Februar hatten Elisa Cucco und ihr Mann Renzo Sagui die Eisdiele „Santini“ an der Burscheider Straße übernommen. Nach vorübergehend kürzeren Öffnungszeiten wird nun wieder täglich von 11 bis 20 Uhr Eis verkauft.

Das Ehepaar hatte sich längere Zeit nach einem geeigneten Lokal umgesehen. Durch Zufall wurde es auf die Eisdiele in Bergisch-Neukirchen aufmerksam. Ein Lieferant gab den Tipp, dass „Santini“ zum Verkauf stehe. „Uns hat die Eisdiele bei unserem ersten Besuch direkt gefallen“, sagt Cucco, die in den Dolomiten aufgewachsen ist.

Von den ehemaligen Besitzern wurden sie eingearbeitet. Cristoforo und Stefania Di Salvo verkauften über sechs Jahre Eis in Bergisch-Neukirchen und wollten in den Ruhestand gehen. „Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge“, sagt Cristoforo Di Salvo. Er hänge sehr an seinem Geschäft und an den Stammkunden. „Vor allem die strahlenden Kindergesichter werde ich vermissen“, betont der Italiener. Er und seine Frau hätten lange überlegt, wer ihre Eisdiele, in die sie viel Liebe gesteckt hätten, übernehmen könnte.

„Es hat direkt gepasst zwischen uns. Mein Mann lernt gerade die Santini-Rezepte“, sagt die neue Besitzerin. Die meisten Kunden wollten ihre gewohnten Eissorten weiter essen und erkundigten sich direkt bei ihr, ob es Veränderungen im Sortiment gebe. Aber die gebürtige Italienerin versichert: „Es bleibt alles beim Alten.“

Das Thema Nachhaltigkeit ist den neuen Besitzern wichtig: Sie wollen größtenteils auf Plastik verzichten und legen Wert auf biologisch abbaubare Plastiklöffel und Becher. „Wir haben auch essbare Eisbecher, da fällt kein Müll an“, betont Elisa Cucco.

In Bergisch-Neukirchen ist der Andrang bei „Santini“ in den vergangenen Jahren immer sehr groß gewesen. An den heißen Sommertagen bilden sich Schlangen bis auf die Burscheider Straße hinaus. Um auf diesen Sommerstress vorbereitet zu sein, hatten Cucco und Sagui bereits vor dem großen Andrang eröffnet, um sich in Ruhe einarbeiten zu können. „Mir ist jetzt schon aufgefallen, dass diese Eisdiele ein richtiger Treffpunkt ist“, erzählt die neue Besitzerin.

Die ein oder andere neue Sorte könnte es dann aber doch geben. „Salz-Karamell fände ich eine gute Idee“, sagt die Italienerin. Allerdings dauere es eine Zeitlang, ein neues Rezept zu entwickeln. „Bis man die perfekte Konsistenz erreicht hat, muss viel abgeschmeckt werden“, erklärt sie und lacht.