Leverkusen: Nach drei Jahren hat die Bahnstadt einen Briefkasten

Nach drei Jahren: Die Post spendiert Bahnstadt in Leverkusen einen Briefkasten

Der Briefkasten in der Bahnstadt ist da. Vor drei Jahren hatte die Bahnstadtchefin bei der Post den Kasten beantragt.

Nach Recherchen unserer Redaktion hatte Bahnstadtchefin Vera Rottes bereits im November 2015 bei der Post beantragt, einen Briefkasten in der Bahnstadt aufzustellen. Seit zwei Jahren vermisst Manfred Kleiner einen für ihn gut erreichbaren Kasten.

Damals hatte er sein Einfamilienhaus in Bergisch Neukirchen gegen eine Eigentumswohnung in der Neuen Bahnstadt getauscht. Gerne würde der 85-Jährige mit seiner Familie in Kanada öfter per Brief korrespondieren. Für den gehbehinderten Mann ist es aber mühsam, zum nächsten Briefkasten zu gelangen: 1000 Meter Fußweg sind es bis zur Feldstraße, 700 Meter bis zur Opladener Hauptpost.

Rainer Ernzer von der Pressestelle Mitte der Deutsche Post wusste nichts vom Wunsch der Bahnstadtchefin und Anwohnern, räumte aber ein, dass es gerechtfertigt sei, in der Bahnstadt mindestens einen Kasten zu installieren. "In zusammenhängend bebauten Gebieten mit 2.000 Einwohnern sind wir gesetzlich verpflichtet, einen Kasten innerhalb von einem Kilometer Luftlinie aufzustellen", sagte er.

  • Postlücke in Leverkusen : Ein Briefkasten für die Bahnstadt

Mitte Januar kam Bewegung in die Sache: Ein Sprecher der Deutsche Post DHL Group in Düsseldorf versprach, dass man die Lücke in der Bahnstadt prüfen werde. Anfang Februar sagte Achim Gahr, Leiter der Pressestelle Mitte, dass die Post die Absicht habe, in dem neuen Quartier einen Briefkasten aufzustellen.

Dann ging es schnell: RP-Leserin Silke Heeskamp berichtet, der Briefkasten sei Montag aufgestellt worden. "Wir haben uns gefreut", sagt die Frau, die in der Bahnstadt arbeitet und auf den neuen Briefkasten schaut. Bahnstadtsprecherin Michaela Dick ergänzt die Leerungszeiten: "Montag bis Freitag 14 und samstags um 12 Uhr."

(ilpl)