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Leverkusen: Ministerin überreicht Förderbescheid für Fluthilfe

Wiederaufbau-Förderung vom Land : 62 Mio. NRW-Fluthilfe für Leverkusen

NRW-Ministerin Ina Scharrenbach übergab Stadtchef Uwe Richrath den Förderbescheid für den Wiederaufbau. Finanzdezernent Michael Molitor kündigt zweiten Antrag auf Förderung an.

„Wo darf ich quittieren?“, fragt Stadtchef Uwe Richrath am Mittwochabend Ina Scharrenbach augenzwinkernd. Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung reagiert gekonnt: „Erstmal nur den Empfang. Vor der Unterschrift auf dem Rechtsbehelf wollen Sie sicher nochmal die Zahlen prüfen.“

Die Zahlen, das sind exakt 62.053.649 Millionen Euro. Ein Förderbetrag des Landes für die Schäden, die die Flut am 14. Juli 2021 an städtischer Infrastruktur wie Gebäuden, Brücken, Straßen verursacht hat. Den Förderbescheid hat Scharrenbach vor der Kulisse der eingerüsteten Bielertkirche an den Stadtchef übergeben. Auch das Gotteshaus ist stark von der Flut betroffen worden.

„Ein schreckliches Ereignis, das uns gezeigt hat, wie brutal und grausam Wasser sein kann“, merkt Richrath an. „Es ist wichtig, dass wir wieder aufbauen, das gibt der Stadt ein Stück Normalität zurück.“ Dass die nach der Flutwelle gefehlt hat, weiß die CDU-Ministerin von einem früheren Besuch. „Da hing an einem Haus hier im Viertel ein Plakat mit den Worten ,Die Flut hat unsere Häuser gefüllt, Ihr unsere Herzen’“, erzählt sie. „Das habe ich in den zurückliegenden Monaten oft zitiert. Vor dem Geld kommt die Kraft der Einzelnen.“ Und nach dem Geld wird ein neuer Antrag ans Scharrenbach-Ministerium kommen. Finanzdezernent Michael Molitor kündigt an: „Mit dem ersten Antrag haben wir versucht, möglichst viel abzudecken, 80 bis 90 Prozent. Aber nach 18 Monaten kann man einen zweiten Antrag stellen. Da wird von uns noch was kommen.“

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Und noch eine Information kann Scharrenbach mit nach Düsseldorf nehmen: Auch die evangelische Kirchengemeinde Opladen wird noch einen Antrag einreichen. „Wir sind noch nicht ganz fertig, aber der kommt“, sagt Kirchbaumeisterin Anika Distelrath-Lübeck. Denn auch wenn die Übergabe des Förderbescheids vor der Bielertkirche stattfand, wird für sie von den 62 Millionen nichts abfallen. Das Geld ist nur für den Wiederaufbau der flutgeschädigten städtischen Infrastruktur und Folgekosten wie Ausweichcontainer für betroffene Schulstandorte gedacht.