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Leverkusen: matchboxtheater inszenierte mit Improvisation "Zurück in die Zukunft".

Jugendtheater : Auf eigenem Weg zurück in die Zukunft

Der Jugendschauspielkursus spielte im matchboxtheater mit viel Improvisation den Kultfilm nach. „Back in Time“ hieß die Science-Fiction-Komödie.

  Wohl jeder kennt das Auto mit den brennenden Reifenspuren. Wenn der graue DeLorean im Film in die Vergangeheit und später wieder – Achtung Spoiler – „zurück in die Zukunft“ reist, wissen Kinder und Erwachsene gleichermaßen, um welchen Film es sich handelt. Der erste Teil, der 1985 erschien,  gewann einen Oscar. Eine besondere Ehre wurde ihm aber jetzt zuteil: eine eigene Inszenierung im matchboxtheater in Hitdorf.

Der Jugendschauspielkursus hatte das Stück gemeinsam mit Regisseurin Monika Noltensmeier auf die Beine gestellt. Zwar wies es einige Parallelen auf, doch im Grunde sorgte das Ensemble aus zehn Jugendlichen dafür, dass eine eigene Geschichte entstand. Mit viel Musik und aufwendigen Kostümen hatten sie ein kurzweiliges, einstündiges Werk ins Leben gerufen. Durch viel Improvisation in der Entstehungsphase wuchs ein Großteil der Geschichte. „Ich habe einfach mitgeschrieben oder es aufgenommen“, erzählte Noltensmeier im Vorfeld der Aufführung am Samstagnachmittag.

Wer es verpasst hat, wird keine Möglichkeit mehr bekommen, den jungen Schauspieltalenten bei ihrem Tun zuzuschauen. Ein Stück im Jahr erarbeitet der Jugendschauspielkurs, beide Aufführungen gingen am Wochenende in einem ausverkauften matchboxtheater über die Bühne.

Die Idee, den Kinofilm aus den 80er-Jahren zu nach-inszinieren, kam von den Jugendlichen selbst. Viele von ihnen verbanden mit dem Film Kindheitserinnerungen. Der 18-jährige Finn Schneider ist von seinen Kollegen am längsten dabei. Mit acht Jahren war er dem Kinderschausielkurs beigetreten. Allerdings gibt er zu, einer derjenigen gewesen zu sein, der den Film vorher nicht kannte. „Ich habe ihn mir dann erstmal angesehen“, bekannte er lächelnd. Durch die Schauspielerei habe er stark an Selbstvertrauen gewonnen. Früher, sagte er, sei er ein eher stilles Kind gewesen.

Eben diese Entwicklung beobachtet Kursleiterin Noltensmeier bei vielen ihrer Schützlinge. Immerhin gibt die Freiberuflerin seit zehn Jahren Kurse für den Nachwuchs in Hitdorf. „Es entsteht eine total enge Bindung“, berichtete sie. „Im Ensemble muss man sich aufeinander verlassen können.“