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Leverkusen: Mann tot in Wohnung gefunden - Mordkommission ermittelt

Handwerker starb an Stichverletzung : Mann tot in Wohnung gefunden - Mordkommission ermittelt

Ein 23-jähriger Leverkusener ist am Dienstagabend tot in einer Wohnung aufgefunden worden. Laut Polizei starb er an einer Stichverletzung. Die Tatverdächtigen sind flüchtig.

Die Polizei hat in einer Wohnung an der Hamberger Straße in Lützenkirchen am Dienstagabend einen 23-jährigen Leverkusener tot aufgefunden. „Der Mann ist durch äußere Gewalt zu Tode gekommen“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Die Behörde wurde am Mittag konkreter: Der junge polnische Handwerker ist an einer tödlichen Stichverletzung gestorben.

Wie und warum sie ihm zugefügt wurde, soll nun eine Mordkommission klären, die die Polizei nach der Tat eingerichtet hat. „Die Ermittler vernehmen aktuell Zeugen und gehen konkreten Hinweisen zur Identität von drei flüchtigen Tatverdächtigen nach“, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft Köln gemeinsam bekannt, hielten sich ansonsten am Tag danach aber vorerst mit Informationen zurück.

An der Hamberger Straße in Lützenkirchen ist ein Mann bei einer Auseinandersetzung in einem Mehrfamilienhaus durch eine Stichverletzung gestorben. Foto: Uwe Miserius

Nach Stand der Ermittlungen am Mittag war am Dienstag gegen 20.50 Uhr ein Streit des späteren Opfers mit drei derzeit noch unbekannten Besuchern seiner Wohngemeinschaft an der Hamberger Straße eskaliert. Wenig später wunderten sich über Polizeieinsatzkräfte und einen Rettungswagen rund um das Mehrfamilienhaus, in dem rund 20 Mietparteien leben.

Keine Angaben machte die Polizei bisher dazu, woher der Anruf bei der Behörde kam, der die Beamten zum Einsatzort im Bereich „Schöne Aussicht“ in Lützenkirchen führte. Die Einsatzkräfte waren offenbar ohne Blaulicht und Martinshorn vorgefahren. Dass etwas vorgefallen sein musste, bekamen allerdings Fahrgäste der Wupsi-Buslinie 201 mit. „Weil die Hamberger Straße am Abend gesperrt war, wurde die Linie in Lützenkirchen-Mitte abgebunden, heißt, sie fuhr die letzten drei Haltepunkte nicht an“, sagte eine Sprecherin des Verkehrsunternehmens.

Die Ermittler der Kriminalpolizei gehen aktuell davon aus, dass mindestens einer der drei Männer, die den 23-Jährigen in der Wohnung im obersten Stockwerk des Hauses aufsuchten, mit einem bislang noch unbekannten Gegenstand auf den Bewohner eingestochen hat. Anschließend seien die drei Männer in unbekannte Richtung geflüchtet. Am Mittwochmorgen waren laut Augenzeugen Blutspuren im Hausflur zu erkennen.

Die Kriminalpolizei hat die Wohnung, in der insgesamt acht Männer leben sollen, versiegelt. Wo die Mitbewohner nun vorläufig unterkommen, sagte die Polizei nicht, weil diese „verfahrensbeteiligt“ seien.