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Leverkusen: Lützenkirchener nach Vergewaltigung an Karneval "erschüttert"

Polizei sucht Zeugen : Vergewaltigung zu Karneval erschüttert Leverkusen

In der Nacht zu Sonntag ist nach Angaben der Polizei eine 31-Jährige aus Berlin in Leverkusen-Lützenkirchen vergewaltigt worden. Die Polizei sucht drei Männer, die an der Tat beteiligt gewesen sein sollen. Die Anwohner sind in Sorge.

Unter den Anwohnern hatte sich die Tat am Dienstag noch nicht herumgesprochen. "Ein Nachbar hatte allerdings im Internet geschrieben, dass er in einer der vergangenen Nächte beobachtet habe, dass die Kriminalpolizei mehrere Stunden auf der Von-Knoeringen-Straße gewesen sei", erzählt eine 56-jährige Frau. Sie ist erschüttert von der Nachricht. "Gegen einen Mann ist es ja schon schwer, sich als Frau zu wehren", sagt sie. "Erst recht gegen drei."

Seit fast 20 Jahren wohne sie nahe der Haltestelle "Hütte". "Bislang ist zum Glück nie etwas passiert. Aber ein ungutes Gefühl hatte ich trotzdem immer, weil es hier ja so abgelegen ist." Sie öffnet ihre Handtasche und holt eine Dose Pfefferspray heraus. "Das habe ich letztes Jahr nach den Vorfällen in Köln für meine Tochter und mich und einige Bekannte bestellt." Benutzt habe sie es noch nicht.

 Der Tatort befindet sich in der Nähe der Bushaltestelle "Hütte".
Der Tatort befindet sich in der Nähe der Bushaltestelle "Hütte". Foto: Susanne Genath

Auch eine Seniorin, die an der Haltestelle der Buslinie 215 wartet, schüttelt den Kopf, als sie von der Tat hört. "Das ist ja furchtbar", sagt sie. "Ich wohne schon lange hier. So etwas gab es hier noch nicht. Nur mehrere Unfälle - die sind ja auch schon schlimm."

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Bei der Polizei sagte das 31-jährige Opfer aus, es sei von drei Männern attackiert und auf einer Grünfläche in der Nähe der Haltestelle "Hütte" vergewaltigt worden. Die Täter seien geflüchtet. Wohin ist unklar. Die Polizei bittet dringend um Hinweise unter Telefon 0221 2290. Nach Angaben des Opfers waren die Männer 20 bis 30 Jahre alt, sahen südländisch aus und waren dunkel gekleidet.

Wie die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, sprachen die Männer nach Angaben des Opfers akzentfreies Deutsch.

(RP)