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Leverkusen: Kunstrasen und neues Flutlicht für TuS Roland Bürrig

Leverkusener Bezirksvertretung II entscheidet positiv : Kunstrasen und neues Flutlicht für TuS Roland Bürrig

Rekordverdächtige 36 Anträge und 16 Vorlagen lagen den Vertretern des Stadtbezirks II für Opladen, Küppersteg, Bürrig, Quettingen und Bergisch Neukirchen bei ihrer jüngsten Sitzung zur Beschlussfassung vor. Einstimmig angenommen wurde am Dienstag unter anderem die Sanierung der Heinrich-Lützenkirchen-Sportplatzanlage in Bürrig. Das vorhandene Tennenspielfeld soll in einen modernen Kunstrasenplatz umgewandelt werden.

Zwar meldete Benedikt Rees (Klimaliste) Bedenken wegen ambivalenter ökonomischer und ökologischer Bilanz von Kunst- gegenüber Naturrasen an, blieb mit dieser Einschätzung aber alleine. Matthias Itzwerth (CDU) entgegnete, Naturrasen sei extrem pflegeaufwendig und ungefähr vier Monate nicht bespielbar.

„Darüber freuen wir uns sehr, weil wir schon so viele Jahre auf Kunstrasen warten“, kommentierte Jürgen Henkel, Schatzmeister und einer der Vorsitzenden von TuS 1887 Roland Bürrig, der sich an den Kosten mit einem Betrag in Höhe von 200.000 Euro beteiligt. Insbesondere für das Kinder- und Jugendtraining werde ein intakter Sportplatz benötigt, der zu allen Jahreszeiten und unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen genutzt werden könne. Voraussichtlich im Mai 2021 startet der Umbau. Gelingt alles nach Plan, könnten zwölf Mannschaften im September erstmals auf dem Kunstrasen kicken.

Kunstrasen hat sich als Belag für den Fußballsport zwischenzeitlich gut etabliert. Vorgesehen ist deshalb ein Standardaufbau, bestehend aus einer 15 Zentimeter dicken Tragschicht ohne Bindemittel und einer 3,5 Zentimeter gebundenen elastischen Tragschicht. Der darüberliegende Kunstrasenbelag mit sandverfüllter Polschicht ist rund 1,5 Zentimeter breit. Eine neue Pflasterung der umliegenden Wege soll zur Reduzierung von Pflegekosten und Vermeidung von übermäßigen Verschmutzungen beitragen.

Zum Schutz vor gegenseitigen Beeinträchtigungen von Sportlern und Zuschauern erhält das Großspielfeld auch einen 1,10 Meter hohen Ballfangzaun mit Gittermattenfüllung. Die beschlossene Sanierung umfasst aber nicht nur den Boden, sondern auch das Licht: Die alten Leuchtkörper auf den vorhandenen Flutlichtmasten werden durch moderne LED ausgetauscht. Die gesamte Maßnahme schlägt voraussichtlich mit etwa 740.000 Euro zu Buche. Den verbleibenden Restbetrag finanziert der Sportpark Leverkusen (SPL) über die „Sportpauschale“ des Landes NRW.