Leverkusen: Kunst und originelles Kunsthandwerk bieten die Ateliergemeinschaft Etage 3

Ateliergemeinschaft Etage 3 : Kunstschau mit Wichtel und Spielzeug

Kunst und originelles Kunsthandwerk bieten die Ateliergemeinschaft Etage 3 und einige Gäste am zweiten Advent in der Fixheide an.

Der Name könnte Besucher in die Irre führen. „Etage 3“ hat sich die Gemeinschaft von fünf Künstlerinnen genannt, als sie ihr Atelier im dritten Stock des Gebäudes an der Benzstraße 1 bezogen hatte. Inzwischen haben sie in der 5. Etage gewechselt, wo so viel Platz ist, dass jede von ihnen eine eigene Arbeitsecke mit großem Tisch und Materialwagen hat. Außerdem gibt es hier viel Tageslicht von allen Seiten. Davon können sich Besucher am Tag der offenen Tür am zweiten Advent selbst überzeugen. Mit „Art to go and Christmas“ haben die Beteiligten ihre Kunstschau überschrieben, die dieses Mal von kleineren Dingen als nur großer Malerei dominiert ist, die sich zum Verschenken eignen.

Renata Macasek hat in diesem Jahr wieder mehr figürlich gearbeitet und für den Kunstbasar vor allem Porträts ausgewählt. Kleine kuriose Kostbarkeiten sind ihre gehäkelten Strichmännchen, die sie in Rahmen oder kleine Kästchen gesetzt hat. Das Pendant hat ihre direkte Nachbarin Barbara Pickartz, die aus alten Kleidungsstücken und Pullovern kleine Puppen und Tierchen genäht hat. Die realistischen Gesichter stammen von alten Postkarten und Fotos, die sie auf Leinen druckte.

Claudia Männer arbeitet hauptberuflich in einer Werbeagentur und nutzt hier im Atelier die Freiheit zur experimentellen Materialerkundung, beispielsweise mit Kaffeepulver, das sie aus benutzten Pads recycelt. „Ich grundiere total gerne“, sagt Barbara Krieger vor ihrer Malerei mit verspielten zeichnerischen Motiven auf lebendigem Grund, die an Bilder von Miro erinnern. Sie bietet außerdem einige Monotypien an. Und die Farbenfreudigste in der Fünfergemeinschaft ist Helga Punte mit ihren abstrakten expressionistischen Bildern, die zumeist als Landschaft empfunden werden.

Alle Fünf haben in ihren jeweiligen Handschriften kleine quadratische Leinwände im Format 20 mal 20 Zentimeter gestaltet und lückenlos zu großen Flächen zusammengefügt. Weil diese „Art to go“ nur mit Klettband befestigt ist, lässt sich jede einzelne Kachel ganz einfach mitnehmen. Für ihren ersten Kunstbasar im Gemeinschaftsatelier haben sie weitere Künstler eingeladen.

Christel Boxkopf, gelernte Silberschmiedin, bietet Ketten mit ausgefallenen perlen an. Norbert Kaluza hat kleine, abstrahierte Glücksengel und Wichtel als „Postillion d’Amour“ geformt. Sally Denne bringt koloriertes Holzspielzeug dazu.