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Leverkusen KulturStadtLev: Ausblick auf die Saison 2020/21

Aktuelle Änderungen sind möglich : KulturStadtLev: Ausblick auf die Saison 2020/21

Ab September gibt es wieder Veranstaltungen im Leverkusener Forum. Die Kulturanbieter haben dafür vorläufige Saalpläne und Hygienekonzepte erstellt, die den erforderlichen Abstand zwischen den Besuchern sichern. Geplant wird vorerst monatsweise.

Die Bühnenführung am 10. März war die letzte öffentliche Veranstaltung, bevor das Forum wegen der Corona-Pandemie geschlossen wurde. Ziemlich genau sechs Monate später ist nun die Wiedereröffnung geplant. Anfang September werden einige Veranstaltungen nachgeholt, die zwischen März und Mai abgesagt wurden. Jetzt sollte eigentlich das neue Programm für die Spielzeit 2020/21 erscheinen, doch aufgrund der aktuellen Lage hat sich KulturStadtLev (KSL) entschieden, die Vorstellungen nur monatsweise auf Flyer und Website zu veröffentlichen.

Man müsse flexibel reagieren, erklärt Dramaturgin Claudia Scherb, die in den vergangenen Monaten umplanen musste. Produktionen konnten wegen der Abstandsregelungen nicht geprobt werden, andere konnten der Hygieneverordnung entsprechend verändert und wieder andere mussten durch machbare Stücke ersetzt werden. „Die Künstler sind so kooperativ und arbeiten sehr kreativ an Lösungen“, versichert Scherb, die täglich mit Ensembles, Compagnien und Künstleragenturen in Kontakt ist. „Alle wollen wieder vor Publikum spielen.“

Die Kulturanbieter wollen das ermöglichen und haben vorläufige Saalpläne und Hygienekonzepte erstellt, die den erforderlichen Abstand zwischen Besuchern sichern. Deswegen werde man ab Herbst keinesfalls den Großen Saal ausverkaufen. Kleinere Formate sollen jeweils in größere Räume umziehen. Flexibel bleiben heißt die Devise in der nächsten Saison, in der es ausnahmsweise keine Abos mit festen Plätzen geben wird. Ein großes Plus im Forum ist die Klimaanlage, die Frischluft von außen zuführt und nicht einfach mit Umluft arbeitet.

Mit der nachgeholten Kabarettvorstellung „Pigor singt – Benedikt Eichhorn muss begleiten“ startet KulturStadtLev am 8. September die bisher außergewöhnlichste Spielzeit der Forum-Geschichte. Das Tanzstück „Robozee vs. Sacre“ soll am 18. und das Schauspiel „Drachenläufer“ am 28. September stattfinden. Für diese Nachholtermine behalten bereits gekaufte Karten ihre Gültigkeit.

Zusätzlich bietet KSL weitere neue Veranstaltungen für September/Oktober an. Einige Konzerte werden stattfinden, wenn (aus Abstandsgründen) auch nicht unbedingt an den vorgesehenen Orten. Der Saal wird kurzfristig angegeben. Das Ensemble Epoca Barocca (Sopran, Flöte, Oboe, Violoncello, Cembalo) bietet ein Programm mit Barockmusik auf originalen Instrumenten (13.9.).

„Sohnemann – Hallo Angst“ ist das erste Saisonkonzert der Reihe Leverkusener Künstler am 20. September überschrieben, bei dem das Duo Manuel Binder (Gitarre/Gesang) und Niklas Genschel (Schlagzeug/Gesang) zusammen mit den Freunden Simon Wasse (Gitarre) und Joris Geisselbrecht (Bass) auftritt.Blockflöten-Star Dorothee Oberlinger konzertiert am 24. September mit dem Leverkusener Ensemble l’Arte del mondo unter Leitung von Werner Ehrhardt. Bei dem außergewöhnlichen Projekt wird die 40.000 Jahre alte Geschichte der Blockflöte erlebbar.

Orgel trifft Saxophon (4.10.) und die Kölner Vokalsolisten gastieren mit „Carpe noctem“ (8.10.). Der Hamburger Schauspieler Jens Wawrczeck kommt mit der szenischen Lesung „Hitch und ich: Die Vögel“ am 30. Oktober. Für Oktober ist das erste Kinderstück angekündigt – „Einmal Schneewittchen, bitte“. Außerdem gibt es Kabarett mit Carrington-Brown (1.10.), und mit „Klasse Glück“ kommt Maskentheater aus Berlin ins Forum (6.10.).