Kultur in Leverkusen Schweinehund trifft weißes Rössl

Leverkusen · 33 Frauen, die die Welt verändert haben, der vertanzte digitale Zwilling, Bühnen-Klassiker – im März wird’s bunt, temporeich und überraschend im städtischen Kulturprogramm.

Die Compagnie „Another Kind of Blue“ aus Den Haag zeigt im Forum das neue Programm des Leiters, Gründers und Choreografen David Middendorp: „Digital Twin“.

Die Compagnie „Another Kind of Blue“ aus Den Haag zeigt im Forum das neue Programm des Leiters, Gründers und Choreografen David Middendorp: „Digital Twin“.

Foto: Kim Vos

Zum Frühjahr sind zwei internationale Tanz-Neuproduktionen aus den Niederlanden im Forum zu Gast. Am 6. März zeigt die Compagnie „Another Kind of Blue“ aus Den Haag das neue Programm des Leiters, Gründers und Choreografen David Middendorp mit dem Titel „Digital Twin“, das erst kürzlich beim Holland Dance Festival uraufgeführt wurde. Ein Stück, das die digitale Welt mit dem Tanz vereint. Als Deutsche Erstaufführung folgt am 11. April ein Gastspiel der Compagnie Introdans mit „Spring. Ein Mauro Bigonzetti-Abend“. Es ist die einzige Vorstellung in Deutschland in der Frühjahrs-Tournee von Introdans.

Zwei Veranstaltungen gibt es zum Internationalen Frauentag am 8. März. Für Schulklassen mit Publikum ab 13 Jahren ist die Vormittagsvorstellung des Kölner „Comedia Theaters“ im Forum-Studio gedacht: „33 Frauen“, eine Fem-Fame-Night von Sibel Polat und Manuel Moser. Schauspielerin Kübra Sekin räumt die Bühne frei für 33 besondere Frauen, die die Welt verändert haben oder daran arbeiten, die Welt zu verändern. Sie konfrontiert das Publikum damit, was es bedeutet, in unserer Welt eine Frau zu sein – in ihrem Fall eine, die im Rollstuhl sitzt. Um 19.30 Uhr folgt im Agam-Saal ein Comedy-Abend mit Tamika Campbell: „Straight Outta Campbell“.

Die gebürtige New Yorkerin nimmt ihre Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch ihr ereignisreiches Leben. Dieses „Power-Workout für den inneren Schweinehund“ wird in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro betrieben, so wie traditionell zum Frauentag. Aktivierung der Lachmuskeln hat sich auch die Komödie am Kurfürstendamm vorgenommen, wenn sie am 14. März im Großen Saal das Stück „Die Tanzstunde“ präsentiert. „Diese Einladung zum Tanz ist ganz großes Theater, bittersüß und zauberhaft“, urteilte die Berliner Morgenpost.

Mann mit Asperger-Syndrom trifft auf verletzte Tänzerin: Ingo Naujoks und Nadine Schori spielen im berührenden Zwei-Personenstück „Die Tanzstunde".

Mann mit Asperger-Syndrom trifft auf verletzte Tänzerin: Ingo Naujoks und Nadine Schori spielen im berührenden Zwei-Personenstück „Die Tanzstunde".

Foto: Franziska Strauss/Franzsiska Strauss

Witz und Ironie zeichnet auch die Inszenierung des musikalischen Lustspiels „Im weißen Rössl“ vom Theater Osnabrück aus. Die temporeiche Revue-Operette wird am 19. März im Forum aufgeführt. Am Tag darauf wird es sehr viel ernster auf der Forum-Bühne bei „Emilia Gallotti@WhiteBoxX“, ein Schauspiel nach dem „bürgerlichen Trauerspiel“ von Gotthold Ephraim Lessing. Das Rheinische Landestheater setzt diesen Klassiker mit kriminalstückgleicher Handlung in ein auf das Wesentliche konzentriertes Studioformat. Vorstellungsbeginn ist um 19.30 Uhr, um 18.45 Uhr gibt es eine Werkeinführung der Neusser Dramaturgie, die nicht nur für Schulklassen gedacht ist.

Die Reihe der städtischen Musikangebote im März startet mit einem Matinee-Konzert Leverkusener Musiker (KLM) am 2. Sonntag des Monats im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich. Das Equinox Streichquartett mit Sabi Yordanov und Christine Schäfer (Violine), Lydia Haurenherm (Viola) und Mina Zakic (Violoncello) kombiniert Werke „Aus alter und neuer Welt“ von Haydn, Hristov und Dvořák. Kammermusik als Oper ist dort eine Woche später zu hören: Das „Amaryllis Quartett“ und Ramon Ortega, Solo-Oboist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, spielen Werke aus drei Jahrhunderten, von Mozart bis Britten.

Und zum Beginn der Osterferien bieten die „Jardins Migrateurs“ (Wandernde Gärten) am 22. März eine außergewöhnliche Vermischung verschiedener Musikkulturen. Die Zuhörer erwartet eine poetische Begegnung von Stimme und Saite, vom Königreich Mali und der Musik am Persischen Hof.

Ein Konzert für die ganze Familie veranstalten Ensemble-Mitglieder von „L’arte del mondo“, Trompeter Markus Stockhausen und Ulrich Kisters (Konzept) am Sonntag, 17. März im Schloss Morsbroich. „Die Reise über den Regenbogen“ ist ein musikalisches Abenteuer in Klängen und Farben für Publikum ab fünf Jahren. Die Wiederholung für Kitas und Schulen am Montag ist bereits ausverkauft.

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