Leverkusen: Kinder im Feriencamp

Ferienaktion : Dem Klimawandel auf der Spur

Diese Woche öffnete erstmals das Klima-Camp des Naturguts Ophoven für 28 Ferienkinder seine Pforten. Die Sechs- bis 13-Jährigen waren dem Klimawandel auf der Spur und beschäftigten sich spielerisch und anhand diverser Feldversuche mit den Auswirkungen erhöhter CO2-Belastungen für Mensch und Umwelt.

Spätestens nach diesen heißen Sommertagen dürfte deutlich geworden sein, dass die Erderwärmung nicht nur die Polarkappen betrifft, sondern auch in unseren Breitengeraden die Temperaturen deutlich ansteigen lässt. Überall, nur im Wald offensichtlich nicht, wo die Kinder des Klima-Camps Mitte der Woche die Natur erkundeten.

Dass es zwischen den hochgewachsenen Bäumen am Ufer des Wiembachs deutlich kühler ist, tat nicht nur den aktiven Kindern und ihren Betreuern gut. Es warf auch Fragen auf. Warum es im Wald kühler ist, liegt nämlich nicht nur am üppigen Schatten, der dem dichten Blattwerk der Bäume zu verdanken ist. „Der Wald dient auch als CO2- und Wasserspeicher“, erklärte Christoph Hoppe den Kindern, ehe der Leiter der Ferienfreizeit zu einem Experiment aufrief.

In Gruppen sollten die Kinder je zwei Gärtnertöpfe mit Erde befüllen. Den einen mit Sand, den anderen mit Waldboden. „Wenn ihr sie gefüllt habt, werden wir in jeden Topf einen Liter Wasser laufen lassen und schauen, was passiert“, erklärte Hoppe den Vorgan. Und die Kinder machten sich auf, ihre Töpfe zu füllen. Ben (10) hielt den Topf mit dem Sand, während Simon (10) Wasser hinein schüttete. Nick (9) hielt den mit Waldboden gefüllten Topf, und Ewan (9) goss Wasser hinein. Während bei Ben und Simon das Wasser regelrecht aus den unteren Öffnungen wieder in ein transparentes Eimerchen herausströmte, sickerte die Flüssigkeit bei Nick und Ewan nur sehr langsam durch den Topf nach unten. Die Kinder waren um eine Erkenntnis reicher: Ein Wald kann Regen viel besser speichern als eine Wüste und hat entsprechend länger was davon, und zwar für seine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.

Nick und Leni (6) hatte im Klima-Camp richtig viel Spaß, wie sie erzählten: Am Montag hatten sie zum Thema Mobilität ein CO2-neutrales Auto mit Luftballonantrieb gebaut und am Dienstag beim Thema Ernährung leckere Smoothies aus regionalem Obst – Äpfel und Erdbeeren – geschlürft: Weil Nahrungsmittel mit kurzen Lieferwegen nicht nur frischer und leckerer, sondern auch klimafreundlicher sind.