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Leverkusen: Karl Lauterbach fordert IT-Hausmeister für Schulen

Bundestagswahlkandidat in Leverkusen : Lauterbach fordert „IT-Hausmeister“ für jede Schule

Der Vorschlag des Bundestagsabgeordneten war schon einmal vom Land abgelehnt worden. Nun hat Karl Lauterbach ihn noch einmal bei einer digitalen Schalte mit sechs Leverkusener Schulleitern vorgebracht.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete für Leverkusen, Karl Lauterbach, hat seinen Vorschlag eines „IT-Hausmeisters“ für jede Schule erneuert. Finanziert werden soll er aus Bundesmitteln. Als Anschub, so Lauterbach, könnten rund 500 Millionen Euro aus dem insgesamt sieben Milliarden schweren Digitalisierungspaket verwendet werden, das die Bundesregierung bereits auf den Weg gebracht habe.

Sein bei der Schnürung des Digitalpakets geäußerter Vorschlag sei damals vornehmlich aus rechtlichen und Zuständigkeitsgründen abgelehnt worden, da es sich um Personalmittel handele, für die die Länder zuständig seien. An dem Vorschlag selbst halte er aber fest.

Anlass war am Donnerstag eine digitale Schalte mit acht Leverkusener Schulleitern in der Leverkusener SPD-Zentrale an der Dhünnstraße. Anwesend war auch der Chef der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Kuschaty. Die SPD hatte Vertreter der Schulen zu der Runde eingeladen, die besonders vom Hochwasser betroffen waren.

„Das Geld aus dem Digitalpakt kommt nur schleppend bei den Schulen an“, sagt Lauterbach. Grund sei ein kompliziertes Antragsverfahren. Auch dabei könnte ein IT-Experte an Schulen hilfreich sein. Für alle Leverkusener Schulen gebe es derzeit insgesamt nur vier solcher Experten in der Schulverwaltung.

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„Es gibt keine Landtagssitzung, in der wir uns nicht über Digitalisierung und Unterricht in Coronazeiten unterhalten“, sagte Kuschaty. „In den Schulen gibt es viele praktische Probleme. Die Hilfe kommt zwar an, aber es gibt viel Organisatorisches zu regeln.“ Und: „Es gibt nicht mal Wlan an jeder Schule.“ Er sieht „Digitalisierung als Chance, auch außerhalb von Pandemiezeiten“.

In dem Gespräch mit den Vertretern der Schulen seien vielfältige Probleme deutlich geworden, berichtet Lauterbach. Neben rein baulichen, wie etwa an der vom Hochwasser schwer beschädigten und  ausgelagerten Theodor-Heuss-Realschule, gebe es auch Bedenken beispielsweise zum Datenschutz im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung. Mangelnde Unterstüzung bei der Nutzung neuer digitaler Systeme und bei der Beantragung von Zuschüssen sei bemängelt worden. Allerdings nicht vorwurfsvoll. Lauterbach: „Es wurde nicht geklagt oder kritisiert.“

Lauterbach will sich nun mit lokalen SPD-Genossen wie Ratsfraktionschefin Milanie Kreutz und dem Leverkusener Oberbürgermeister Uwe Richrath in Verbindung setzen und Probleme besprechen. Auch in Berlin will er weiter für seine Idee eines „IT-Hausmeisters“ werben, kündigte der SPD-Bundestagsabgeordnete an.

(bu)