Leverkusen: Jugendkunstgruppen feiern 40. Geburtstag.

40 Jahre Förderung : Volles Programm der Jugendkunstgruppen

Seit 40 Jahren wird die Kreativität von Kindern und Jugendlichen angeregt. Fast 100 Kurse gibt’s ab September.

Kreative Interessen und Talente von Kindern und Jugendlichen zu fördern, das ist schon seit 40 Jahren das Ziel der Jugendkunstgruppen. „Wir können in Leverkusen stolz darauf sein, dass eine Einrichtung wie die Jugendkunstgruppen in unserer Stadt existiert“, hat Oberbürgermeister Uwe Richrath der Einrichtung als Vorwort in das neue Jahresprogramm geschrieben, das am Dienstag vorgestellt wurde.

Bevor die neuen Kurse kurz nach den Sommerferien am 9. September beginnen, wird erst Geburtstag gefeiert: Am Samstag, 29. Juni, ab 13 Uhr, erwartet die Besucher ein buntes Programm sowie verschiedene Mitmachangebote für Groß und Klein im Hof der Jugendkunstgruppen an der Kerschensteiner Straße 4 in Küppersteg, Präsentiert werden unter anderem auch Ausstellungen von Arbeiten aus den Kursen. Ab 17 Uhr wird das Fest in der Turnhalle fortgesetzt: Der „Zirkus Fantastico“ präsentiert seine Sommerschau, die Jugendzirkusgruppe „Fanta“ stellt ihr neues Programm vor.

Insgesamt fast 100 Kurse und Workshops bietet das Lehrerteam – allesamt spezialisierte und professionell ausgebildete Dozenten – im Bereich Kunst und Kultur, angefangen von Zeichnen, Malen, Keramik, Werken über Tanz und Theater bis hin zu Zirkus. Die Angebote lauf überwiegend im Küppersteger Zentrum, aber auch an etwa 40 verschiedenen Orten im Stadtgebiet.

Der spielerische Umgang mit künstlerischen Dingen wird genauso ernst genommen, wie die Arbeit mit Jugendlichen. Obwohl es nach Angaben von Einrichtungsleiter Claus Faika „immer schwieriger wird, Jugendliche ab 14 Jahre zu erreichen“, sei die Beliebtheit von Comics und Mangas nach wie vor ungebrochen. Wie es geht, das demonstriert Sascha Preuß in seinem Kurs „Comic- und Manga Werkstatt“.

Ihrer Kreativität freien Lauf lassen können Kinder etwa beim Angebot „Matschen erlaubt“. Vor dem Hintergrund des Klimawandels haben sie schon zuletzt bei der Ausstellung „Wohnen in der Zukunft“ viel Einfallsreichtum bewiesen und beispielsweise „Schulen in den Wolken“ aus Ton geformt. „Für Kinder war es eine gute Ausdrucksmöglichkeit, wie sie mit dem Thema Klimawandel umgehen können“, sagte Faika. In der „Fantasiefabrik“ steht Zeichnen mit Bleistift und Papier im Vordergrund. Gleiches gilt für die neue Aktion „Zeichensafari“, bei der Tiere des Wildparks Reuschenberg beobachtet und deren Eigenarten zu Papier gebracht werden.

Wer mehr Lust auf Comics, Superhelden und Computer hat, erfährt im Kursus „Superhelden-Coding“, wie Programmieren funktioniert und ein eigenes Computerspiel entwickelt werden kann. Ebenfalls neu ist ein Workshop, bei dem ein altes Handwerk fröhliche Urstände feiert: Klöppeln. Dozentin Barbara Luderich zeigt den Teilnehmern anhand von Freundschaftsbändchen, wie schöne Spitzen aus bunten Fäden, Perlen und Glitzer entstehen.

Um Kunst-Apps geht es bei der Arbeitsgemeinschaft „Digitale Farbe“. Bei Museumsbesuchen wird nach Unterschieden zwischen digitalen und analogen Bildern gesucht, ehe beide Techniken ausprobiert werden. Die bemalten Leinwände und Ausdrucke der digitalen Bilder werden zu einer Ausstellung zusammengestellt. Der Workshop wird in der Reihe „(D)ein Ding“ vom Kultursekretariat NRW gefördert und ist kostenfrei.

www.jugendkunstgruppen.de

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