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Leverkusen: Jan-Erik Schüermann verkauft Waffeln im Pizzakarton

Klassiker neu gedacht : Wenn aus Waffeln eine Pizza wird

Statt auf der Bierbörse verkauft Jan-Erik Schüermann seine Süßspeise derzeit „to go“ in Bergisch Neukirchen. Weil natürlich auch hier Corona-Regeln gelten, gibt es Abstandsmarkierungen am Boden, Plexiglasscheiben an der Kasse und Mund-Nasen-Schutz fürs Personal hinter der Theke.

Burg Satzvey ist ein beliebtes Ausflugsziel in Mechernich in der Eifel, Großveranstaltungen wie Ritterspiele, Osterfest oder Weihnachtsmarkt locken jedes Jahr zigtausende Besucher in das mittelaterliche Kleinod – eigentlich.

Doch Corona hat auch hier den Betrieb weitgehend lahmgelegt. Und damit auch das Geschäft von Jan-Erik Schüermann. Unter der Marke „Hirsch vom Platze“ betreibt er gastronomische Stände bei Veranstaltungen mit hohem Publikumsverkehr, verkauft nicht nur auf der Burg, sondern zum Beispiel auch auf der Opladener Bierbörse Gegrilltes, Getränke oder Waffeln.

Zumindest Letzteres kann er auch während der Pandemie. Sein Stand mit der bei Groß und Klein beliebten Backware steht nun aber nicht in der Burg, sondern in Bergisch Neukirchen an der Hüscheider Straße – immer samstags und sonntags von 13 bis 18 Uhr.

Weil natürlich auch hier Corona-Regeln gelten, gibt es Abstandsmarkierungen am Boden, Plexiglasscheiben an der Kasse und Mund-Nasen-Schutz fürs Personal hinter der Theke. Außerdem verkauft er seine Waffeln in Pizzakartons. „Die Leute dürfen sie nicht direkt vor Ort verzehren, also habe ich mir eine Alternative zum Mitnehmen überlegt“, sagt der 28-Jährige.

Nach ein paar Versuchen mit anderen Verpackungen habe er sich dann für die Pizzakartons entschieden. „Es sieht super aus und die Waffeln lassen sich gut belegen.“

Und das ist bei seiner Süßspeise eher Regel als Ausnahme, denn neben dem Klassiker mit Puderzucker oder Schlagsahne, bietet er auch exotischere Varianten an – „zum Beispiel mit Ananas, Marschmellows oder Stücken von beliebten Schokoriegeln“, erklärt Schüermann, dessen zweites Standbein der ebenfalls hart von der Krise betroffene Messebereich ist. Ums Geschäft gehe es bei der „Waffel Pizza“ aber nur bedingt. „Ich wollte Radfahrern, Spaziergängern oder Wanderern ein Ziel geben, etwas, wo sie hinkommen und sich darauf freuen können“, sagt er. Das funktioniere gut. „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv. Ich hatte auch schon viele Gäste aus Nachbarstädten am Stand, die extra wegen der Waffeln hergekommen sind.“

Und was macht eine gute Waffel aus? „Da scheiden sich die Geister. Für mich müssen sie einen guten Biss haben, nicht zu luftig sein und einfach gut schmecken.“ Sein „Geheimrezept“ verrate er freilich nicht – nur so viel: „Ein bisschen Rum und echte Vanillie sind auch in dem Teig.“ Bei aller Freude über den großen Anklang seiner Waffeln hofft er, dass es bald auch auf der rund 600 Jahre alten Wasserburg Satzvey weitergehen kann: „Das ist einfach ein wunderschöner Flecken Erde. Es wäre schade, wenn es das nicht mehr geben würde.“ Deswegen unterstützt auch er das Team der Burg mit Spenden.

Weitere Informationen dazu gibt es unter www.burgsatzvey.de