Leverkusen: Jahreskonzert der Sängervereinigung Manfort in der Friedenskirche.

Sängervereinigung Manfort : Mit Udo Jürgens am Nerv der Zeit

Sängervereinigung Manfort überzeugte beim Jahreskonzert in der Friedenskirche.

In die Jahre gekommen und dennoch hoch aktuell ist die seit 137 Jahren bestehende Sängervereinigung Manfort 1882. Den Beweis lieferte die Chorgemeinschaft, als sie zu ihrem jüngsten Jahreskonzert unter dem Motto „Unsere musikalische Welt“ in die bis auf den letzten Platz gefüllte Friedenskirche eingeladen hatte.

Mit einem  abwechslungsreichen Programm warteten die von Markus Huperz geleiteten 32 Sänger auf, nachdem sie mit dem auf den Stadtteil Manfort umgetexteten Bläck Fööss-Titel „Joden Daach“ eröffnet hatten. Das Lied „Wochenend und Sonnenschein“ (Milton Ager) passte an diesem sonnigen Nachmittag perfekt. Die beiden folgenden Melodien hatte der Dirigent seit Monaten speziell für dieses Ereignis einstudiert. Am Ende gelang der Titel „Schau, was die Liebe ändern kann“ (Andrew Lloyd Webber) aus dem Musical „Aspects of Love“ überaus leichtfüßig. Den Nerv der Zeit trafen die Männer mit der Hymne an die Zukunft „Ihr von morgen“ (Udo Jürgens).

Bevor das Programm fortgesetzt wurde, ehrten sie ihren Sängerkameraden Manfred Holdenried für sein 50-jähriges Wirken als Vereinsvorsitzender und überreichten ihm ein Geschenk. Bürgermeister Bernhard Marewski zollte dem Chor und seinem Vorsitzenden höchsten Respekt, als er sagte, Kulturgruppen wie die Sängervereinigung würden das Leben vielfältig bereichern und anderen Menschen große Freude bereiten.

Nachdem das Akkordeon­orchester anschließend für eine kurze Unterbrechung des Chorvortrages und einen komplett anderen Hörgenuss gesorgt hatte, sangen die Männer ihre bekannten Stücke anschließend konzentriert weiter. Das Arrangement „Exodus“ (Ernest Gold) mit Solist Leo Wagner floss regelrecht durch ihre Kehlen. Beim allseits bekannten und beliebten „Halleluja“ (Leonard Cohen) übernahm Michael Strunz das Solo. Noch vor der Pause trug Pianistin Gabriella Brezoczki ein Solo-Stück vor und warf ihrer Klavierlehrerin im Publikum anschließend Kusshändchen zu. Mit „Jerusalem“ (Fritz Ihlau) und abermals Solist Leo Wagner endete die erste Hälfte eines beeindruckenden Konzertes, von dem das Publikum hellauf begeistert war.

Die nächste Chance, den Chor zu hören, besteht am 17. November beim 120-jährigen Bestehen des Kirchenchores St. Josef, der sich  aus der Sängervereinigung Manfort entwickelt hat.