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Leverkusen: Intensivkurse für Nichtschwimmer geplant

Themenwoche Gesundheit und Sport : Intensivkurse für Nichtschwimmer in den Ferien

Auch wenn Bäder und Sportanlagen wegen Corona zu sind, wird dort hinter den Kulissen weiter gearbeitet, berichtet Sportpark-Leiterin Nelly Schreiner.

Seit Monaten müssen sämtliche städtischen Schwimmbäder und Sportanlagen geschlossen bleiben. Mit sinkenden Inzidenzwerten steigen zugleich die Hoffnungen auf baldige Öffnungen. Dazu haben wir Nelly Schreiner (49) befragt, Betriebsleiterin beim Sportpark Leverkusen seit 1. Juli 2020.

Welche Perspektiven gibt es für städtische Sportanlagen und speziell für Schwimmbäder?

Schreiner Sollten Öffnungen unter Pandemiebedingungen möglich sein, sehe ich keine erheblichen Einschränkungen. Sportvereine freuen sich sicherlich darauf, endlich wieder Sport zu erlauben. Die Sportplatzanlagen in Bürrig und in Quettingen werden saniert. Unsere Schwimmschule „Aqua-Vital“ wird ihre Kursangebote zügig aufnehmen, sobald es – in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt – erlaubt ist. Es ist bedauerlich, dass wir derzeit keine Schwimmkurse bieten können, denn es ist extrem wichtig, dass Kinder schwimmen lernen. Es gibt großen Nachholbedarf. Deshalb arbeiten wir an einem Konzept, um Kurse mit begrenzter Teilnehmerzahl anbieten zu können. Speziell für die Sommerferien planen wir Intensivkurse für Nichtschwimmer.

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Wie wurde der Stillstand überbrückt?

Schreiner Die Instandhaltung der Sportanlagen wurde während der Pandemie nicht vernachlässigt. Im Gegenteil: Wir haben die Zeit genutzt, um alle Bereiche im Freizeitbad CaLevornia und in der Park-Sauna zu streichen, den Eingangsbereich neu zu gestalten, Innenbereiche zu optimieren und Schwitzkabinen zu überholen. Auch der Innenbereich der Ostermann-Arena hat einen neuen Anstrich erhalten.

Wie ist aktuell der Stand der Dinge?

Schreiner Auch ohne Corona würden Freibäder erst ab 30. Mai öffnen. Derzeit wird alles für die Saison vorbereitet. Allerdings sind auch hier die Vorgaben der dann gültigen Corona-Schutzverordnung abzuwarten, da die Hygienekonzepte aus dem letzten Jahr mit Sicherheit angepasst werden müssen. Bei einem Inzidenzwert von 50 bis 100 ist die Besucherzahl begrenzt, und die Liegewiese muss geschlossen bleiben. Erst ab einem Inzidenzwert von unter 50 können die Liegewiesen genutzt werden. Was sich bewährt hat, ist die Zugangsregelung und Kontaktdatenerfassung über das Online-Ticket-System. Das wird in jedem Fall beibehalten. Wir müssen schauen, wie wir die Kontrolle der Testnachweise sicherstellen können. Für Hallenbäder und Sauna gibt es derzeit keine Öffnungsperspektiven.

Ist mit Preiserhöhungen zu rechnen?

Schreiner Durch die Schließung der Bäder und der Park-Sauna hatten wir Umsatzeinbußen im siebenstelligen Bereich. Dennoch wäre jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Preiserhöhungen. Zudem müsste der Rat der Stadt Leverkusen eine Änderung der Entgeltordnung beschließen. Wir wären einfach nur froh, wenn wir den Besuch der Bäder und der Park-Sauna zu den gewohnten Preisen wieder gestatten könnten.

Ihre Eingewöhnungszeit ist längst vorbei. Wie ist es insgesamt gelaufen?

Schreiner Es war eine sehr herausfordernde Zeit, speziell wegen der Corona-Pandemie. Neben wirtschaftlichen Verschlechterungen für den Sportpark Leverkusen lag die Herausforderung in der enormen Handlungsgeschwindigkeit bei Schließungen der Bäder und dem Einsatz der Mitarbeiter, die in anderen städtischen Bereichen unterkommen konnten. Ich werde hierbei sehr von meinem Team unterstützt. Der Gesetzgeber überrascht immer noch mit kurzfristigen Entscheidungen und Änderungen in den Verordnungen, auf die wir reagieren müssen.