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Leverkusen: Innung zeigt die aktuellen Frisuren-Trends.

Innung präsentiert Trends : Frisuren: Frauen mögen es lockig, Männer tragen wieder länger

In der Modewelt ticken die Uhren bekanntlich anders. Die Zeit vergeht schneller, neue Ideen lösen die bestehenden Trends nach nur kurzer Etappe wieder ab. So schnelllebig geht es nicht nur in Sachen Kleidung zu – auch die Art der Frisuren ändert sich nahezu jedes halbe Jahr.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, nahmen rund 100 (vornehmlich) Friseurinnen am Workshop der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land teil – das Thema: Frisurtrends 2020.

Derzeit mag insbesondere das starke Geschlecht sein Haupthaar an den Seiten sehr kurz, auf dem Kopf lang. In den vergangenen Jahren entwickelte sich dieser Schnitt zur echten Mode. Im Trend liegt jene Frisur allerdings nicht mehr, wusste Rüdiger Stroh zu berichten. Der 47-Jährige ist Mitglied des elitären und nur zehn Personen zählenden Kreises, der für den Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die Trends fürs kommende Halbjahr bestimmt.

Bei Männern geht dieser in eine neue Richtung: „Der Trend geht wieder zu längerem Haar, zu mehr Geschmeidigkeit und Volumen“, sagte Stroh. In der Damenwelt gestalten sich die Trends bei der Länge des Haars derweil ein wenig umfangreicher. Doch auch hier gibt es Unterschiede: Locken und Wellen seien laut Experten wieder „in“.

Die Epizentren der Modeindustrie sind für die Entstehung dieser Ideen und neuen Richtungen verantwortlich. Aus Mailand, Paris, New York und Tokio bringen Scouts die Neuigkeiten nach Deutschland, erläuterte Stroh. Wie viele es von diesen Beobachtern gebe, könne er jedoch nicht sagen. „Ich alleine kenne bereits 30“, betonte er.

Ob ein Trend dann zur Mode wird, entscheidet sich in der Zeit danach. Denn Trend und Mode – das ist nicht das gleiche. Während Trends kurzzeitige Erscheinungen sind, wird er zur Mode, wenn er über mehrere Jahre auftritt. „Eine Mode“, erklärte NRW-Kreativdirektor Stroh, „hält bis zu sieben Jahren.“

So ist ein Beruf im Friseurhandwerk einer am Puls der Zeit. Trotzdem fehlen laut Thomas Stangier Auszubildende. Genau beziffern konnte der Obermeister der Innung Bergisches Land diesen Mangel nicht. Dabei sei der Beruf doch wirklich schön – und zudem nach einem guten in NRW geltenden Tarifvertrag bezahlt. Dieser sei sogar der höchstdotierte in der Bundesrepublik, führte Stangier an.

Doch abseits des Geldes biete der Beruf noch so viel mehr. „Man sorgt dafür, dass jede halbe Stunde ein glücklicher Mensch den Laden verlässt“, sagte der 59-Jährige – mit einer neuen Frisur und gänzlich neuem Selbstvertrauen.