Leverkusen: Hitdorf beteiligte sich am "RhineCleanUp Day"

RhineCleanUp: 30 Helfer gegen den Dreck am Rheinufer

Normalerweise organisiert Birgit Conrad die Putzaktion „Wir für unsere Stadt“ im Auftrag der Stadt Leverkusen. Aber am Samstag verteilte sie 30 Paar Handschuhe und Müllsäcke für die Kampagne „RhineCleanUp Day“.

Es war die Idee des Privatmanns Thomas de Groote. Er zog aus Gent (Belgien) an den Rhein und war entsetzt über den Schmutz an den Ufern des Flusses. Und rief zur landesübergreifenden Reinigung auf. Mit Erfolg.

Insgesamt 60 Städte und rund 6000 Helfer beteiligten sich an der Putzaktion zwischen Quelle und Mündung. Auch Hitdorf war dabei, nachdem Heinz Gladbach, Vorsitzende des Vereins „Leben in Hitdorf“, davon hörte und von der Idee begeistert war. Ebenso erging es Birgit Conrad, sie meldete Leverkusen als 30. Kommune an. „Toll, dass ein Verein auf uns zukommt und Hilfe anbietet“, freute sich Conrad. „Es gibt viele, die meckern. Aber aktiv werden die wenigsten.“

Mit maximal zwölf Teilnehmern hatten Conrad und Gladbach eigentlich gerechnet. Sie strahlten, als 30 Helfer kamen. Nicht nur aus Hitdorf, sondern auch aus anderen Städten. Aus Bergisch Gladbach und Kürten waren Alexandra Tetteh und ihre Freundin Uli Magiera mit ihren Kindern Amata, Emma und Tessa angereist, obwohl sie nie zuvor in Hitdorf waren. „Wir haben von dieser tollen Maßnahme gehört und wollen unseren Beitrag leisten“, begründeten sie, ehe sie am Ufer nach Dreck und Unrat suchten. Zwischen Fähre und Wuppermündung waren sie und die übrigen Freiwilligen unterwegs, während Jogger am frühen Vormittag ihre Runde drehten, Camper verschlafen aus dem Zelt blickten, Pkw auf die Fähre warteten und Angler gemütlich aufs Wasser blickten.

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Jetzt, da der Rheinpegel so niedrig ist, wird der Schmutz noch deutlicher. Angelika Flöck aus Solingen war noch gar nicht lange unterwegs, da hatte sie schon die halbe Tüte mit Glas, Verpackungsresten und leeren Joghurtbechern voll. „Alles, was hier nicht hingehört“, kritisierte sie. Dieser Müll habe sie immer schon gestört, wenn sie mit dem Fahrrad unterwegs war. Sie sammle auch bei Spaziergängen vieles auf. „Aber leider ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, bedauerte sie.

Ebenso viel Abfall sammelte Hannelore Pohle aus Hitdorf in kurzer Zeit rund um den Anleger. „Bis jetzt bin ich zufrieden mit meiner Ausbeute“, stellte sie fest, erschüttert darüber, dass Menschen so wenig auf ihre Umwelt achten.

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