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Leverkusen: Großaufgebot rückt zu Feuer aus

Feuerwehreinsätze in Leverkusen : Großaufgebot rückt zu vermeintlichem Brand aus

Am Freitagabend wurden zwei Wohnungsbrände gemeldet. Einer davon entpuppte sich später als optische Täuschung. Die Witterung war Schuld.

Einen kuriosen Einsatz hatte die Leverkusener Feuerwehr am Freitag gegen 20.15 Uhr in Steinbüchel. Sie war zu einem Brand im neunten Stock eines Wohnhauses an der Schöneberger Straße gerufen worden. Und tatsächlich sah es aufgrund von starker Rauchentwicklung und hellem Feuerschein so aus, als würde es in einer Wohnung lichterloh brennen. Daraufhin wurden zusätzliche Einsatzkräfte angefordert, der Innenangriff des Feuers vorbereitet und eine Drehleiter an der Außenseite in Stellung gebracht.

Bei der weiteren Erkundung und drehendem Wind erkannten die Feuerwehrleute jedoch schnell, dass der starke Rauch aus den direkt neben der Wohnung liegenden Kaminen der Heizungsanlage stammte. Aufgrund der Wetterlage wurde der Rauch an der Hausfassade Richtung Boden gedrückt. Durch eine orangefarbene Zimmerbeleuchtung dahinter wirkte dies wie Feuerschein. Ein echtes Feuer gab es jedoch nicht. Somit konnte der Einsatz nach 30 Minuten beendet werden.

Die Wilmersdorfer Straße und die Straße Auf’m Berg wurden während des Einsatzes voll gesperrt. Insgesamt waren 46 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort.

Ein Teil von ihnen konnte gleich weiterfahren zur Schlebuscher Heide. Dort war es tatsächlich zu einem Schwelbrand im Dachgeschoss eines Einfamilienhauses gekommen. Der Hauseigentümer hatte bereits selbst angefangen zu löschen. Die Feuerwehr löschte die Reste.

Darüber hinaus kam es laut Polizei von Freitagabend bis Samstagvormittag zu mehreren Glatteisunfällen: einer in Leverkusen, acht in Köln und vier auf den Autobahnen. Dabei wurden vier Menschen verletzt.