Leverkusen: Grippewelle in Behörden und Schulen

Leverkusen: Der Krankenstand ist überall erhöht

Die Grippewelle rollt, der Krankenstand ist höher als üblich. Ein nicht repräsentativer Überblick.

Die Polizei "merkt die Grippewelle auch. Wir müssen Schwankungen ausgleichen, aber noch geht es", sagt ein Sprecher und nennt Zahlen: In Leverkusen arbeiten 235 Bedienstete, davon waren am 22. Februar 48 krank, fast 21 Prozent.

Auch das Klinikum Leverkusen hat einen erhöhten Krankenstand. "Die verbliebenen Mitarbeiter versuchen auszugleichen, und wir setzen im Pflegebereich vereinzelt examinierte Kräfte von Personaldienstleistern ein", berichtet Nina Louis, Sprecherin des Klinikums.

Hermann Greven, Leiter der Berufsfeuerwehr, ist es gewohnt, dass die Mitarbeiter witterungsbedingt öfter an Erkältungen erkranken, "aber dieses Jahr ist es heftiger als sonst". Schlimmer dürfe es nicht werden, noch sei die Feuerwehr voll einsatzfähig. Wenig Auffälligkeit gibt es bei Bayer - "derzeit ist ein Anstieg der Grippeerkrankungen unter den Beschäftigten spürbar, aber von einer massiven ,Welle' kann nicht gesprochen werden", teilt Sprecher Markus Siebenmorgen mit. Auch in der Deutschland- und Europa-Zentrale von Mazda in Hitdorf wurde bisher nur ein "etwas erhöhter Krankenstand" registriert, "der aber nicht signifikant über dem Jahresdurchschnitt liegt", sagt Pressesprecher Jochen Münzinger.

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Immerhin zehn Prozent der Mitarbeiter bei der Wupsi haben sich krankgemeldet - doppelt so viele, wie üblich. Linien beziehungsweise Fahrten fallen aber nicht aus, beruhigt Sprecherin Kristin Menzel. Entsorger Avea fühlt sich "einigermaßen verschont von der Grippewelle. Der Betrieb sei nicht eingeschränkt. Bei der Sparkasse sind rund zehn Prozent der Belegschaft erkrankt - 56 von 535 Mitarbeitern. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein "leicht erhöhter Krankenstand".

Schwierig ist es an einigen Schulen: Während die Grundschule Herzogstraße "mehr Kranke als üblich, aber keine Unterrichtsausfälle hat" und die Marienschule zwar Unterrichtsausfälle hat, "aber eher nicht wegen der Grippewelle, obwohl wir jetzt mehr Erkältungskrankheiten bei Lehrern und Schülern haben", wie Schuleiter Dieter Miedza sagt, ist die Lage an der Gesamtschule Schlebusch angespannt: Die Schulleiterin ist erkrankt, die Stellvertreterin angeschlagen, aktuell sind 30 von 150 Lehrern krank. Zudem rufen "jeden Morgen 60 bis 80 Eltern an, um ihre Kinder krank zu melden", sagt die Stellvertreterin. "Jeden Morgen erstelle ich einen Vertretungsplan. Bisher hat es noch immer geklappt."

(ilpl)