In der BayArena Leverkusen Gesundheitscheck für Gamer

Die Universität Wuppertal führt gemeinsam mit der Bergischen Krankenkasse eine Studie über drei Jahre durch, die die Gesundheit von eSportlern untersucht.

 Sean Landwehr (li) macht bei der Gesundheitsstudie mit. Der eSportler aus Leverkusen ließ seine Gesundheit von Studienleiter Markus Soffner in der BayArena bereits unter die Lupe nehmen.

Sean Landwehr (li) macht bei der Gesundheitsstudie mit. Der eSportler aus Leverkusen ließ seine Gesundheit von Studienleiter Markus Soffner in der BayArena bereits unter die Lupe nehmen.

Foto: Bergische Krankenkasse

Wer gerne regelmäßig und vor allem lange Computer- und Videospiele zockt, läuft Gefahr, viel zu sitzen und sich wenig an der frischen Luft zu bewegen. Deshalb ruft der Lehrstuhl für Sportmedizin der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam mit der Bergischen Krankenkasse im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zum Gesundheitscheck für Gamer auf. Das Ziel ist es, die Gesundheit der Zocker zu stärken. Der nächste kostenlose Gesundheitscheck findet am kommenden Samstag, 9. Dezember, von 11 bis 18 Uhr in der Gaming-Loge der BayArena statt.

Als Dankeschön für die Teilname erhalten die Gamer ein gratis Ticket für das Heimspiel der Bayer 04-Werkself gegen den Molde FK. Das Spiel in der Europa-League findet am Dienstag, 14. Dezember, um 18.45 Uhr in der BayArena statt.

An der Gesundheitsstudie teilnehmen können Gamer ab 18 Jahren, die seit mindestens zwei Jahren eSports treiben und mindestens zwölf Stunden pro Woche spielen. Sie erwartet ein 30-minütiger Gesundheitscheck-Up mit wertvollen Informationen über das Herz-Kreislauf-System, den persönlichen Körperfettanteil und die individuelle Nackenhaltung. Vor Ort dabei sind eSports-Profis von Bayer 04 Leverkusen.

Wer an der Gesundheitsstudie teilnehmen möchte, muss sich bis Mittwoch, 6. Dezember, unter Angaben über die zeitliche Verfügbarkeit anmelden, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Meldung geht an Lukas Richter, eSports-Experte der beteiligten Krankenkasse, per E-Mail an esports@bergische-krankenkasse. Die angemeldeten Teilnehmer erhalten am Tag nach Anmeldeschluss per E-Mail ihren individuellen Zeitslot samt Info, wann sie in der BayArena sein sollen, sowie einen Ablaufplan zur Gesundheitsstudie. Weitere Infos zur wissenschaftlichen Studie finden sich im Internet unter bergische-krankenkasse.de/gesundheitsstudie.

Gaming erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. „Allerdings zählen Menschen, die gerne zocken, zu einer potenziellen Risikogruppe“, erläutert Fabian Tomschi vom Lehrstuhl für Sportmedizin an der Wuppertaler Uni den Hintergrund. „Denn lange Bildschirmzeiten und stundenlanges Sitzen sind anerkannte Risikofaktoren für chronische Krankheiten.“

Tomschi unterstreicht die Bedeutung des wissenschaftlichen Kooperationsprojekts: Zwar gebe es erste Studien, etwa zur Gesundheit von eSports-Treibenden. „Allerdings befassen sich von denen nur wenige mit objektiven Gesundheitsparametern wie zum Beispiel Körperfett oder Blutdruckparameter.“ Durch die Förderung der Krankenkasse könne die Universität nun aussagekräftige Daten erheben. Sie bildeten die Grundlage für gezielte Gesundheitsförderung. Das Studienprojekt dauert insgesamt drei Jahre. In dem Zeitraum laufen die Untersuchungen der Teilnehmer.

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