1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusen: Fußball-Profi kam nicht zur Gerichtsverhandlung

Prozess in Leverkusen-Opladen : Fußball-Profi kam nicht zu Verhandlung

Ein 24-jähriger Bundesliga-Profi erschien am Donnerstag nicht im Gericht in Leverkusen-Opladen, wo es um zu schnelles Fahren ging. Der Mann war mit Tempo 178 auf der A1 bei Burscheid erwischt worden und legte Widerspruch gegen das Bußgeld ein.

Ein Fußballprofi musste sich am Donnerstag vor dem Amtsgericht Leverkusen wegen zu schnellen Fahrens verantworten. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler  eines Bundesligisten war am 16. November 2019 bei einem Tempolimit von 100 km/h mit 178 auf der A 1 bei Burscheid geblitzt worden.

Der Fußballer hatte am 2. Januar Widerspruch gegen das Bußgeld in Höhe von 1650 Euro und ein Fahrverbot von drei Monaten eingelegt. Zum jetzigen Verhandlungstermin erschien der Profi-Fußballer jedoch nicht in Opladen. Die Verteidigung hatte dem Amtsgericht ein Schreiben zukommen lassen, nach dem ihr Mandant sich am Donnerstag einer „akuten zahnärztlichen Behandlung“ unterziehen müsse. Ein Verhandlungsunfähigkeits-Attest war zu Prozessbeginn jedoch nicht bei Gericht eingegangen, so stellte es ein unentschuldigtes Fehlen des Profifußballers fest und wies den Einspruch ab. Ob die Verhandlung bei Vorlage eines Attestes und neuerlichem Widerspruch erneut angesetzt wird, ließ das Gericht offen.

Der Profi-Kicker gilt als Wiederholungstäter. Anfang März hatte ihn das Amtsgericht Mönchengladbach zu einer Geldstrafe von 280 Euro und zwei Monate Fahrverbot verurteilt. Auch in diesem Fall hatte der 24-Jährige Berufung eingelegt, war nicht bei Gericht erschienen und ließ sich als akut in ärztlicher Behandlung entschuldigen. Das nachgereichte Attest reichte dem Gericht nicht, um den Prozess neu anzusetzen. Die Verhandlung am Niederrhein bezog sich auf ein Vergehen am 2. Juli 2018. Da war der Sportler innerorts in Mönchengladbach mit 108 km/h erwischt worden – erlaubt waren 50.