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Leverkusen: Für Renter ein teures Pflaster

Leben im Alter : Prognos-Studie: Leverkusen ist für Rentner ein teures Pflaster

Wer in Leverkusen als Rentner seinen Ruhestand verbringt, lebt vergleichsweise teuer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognos-Studie, für die das Institut die Lebenshaltungskosten in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen hat.

(bu) Das Leben in Leverkusen ist für Rentner vergleichsweise teuer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos für die Initiative „7 Jahre länger“ erstellt hat. Demnach belegt Leverkusen im NRW-weiten Vergleich der Städte und Kreise den fünften Platz hinter Düsseldorf, Köln, Münster und Bonn.

Die Kaufkraft der Renten in Deutschland variiert regional um bis zu 52 Prozent. So haben 1000 Euro für Rentner in München – dem teuersten Altersruhesitz – eine Kaufkraft von 760 Euro. Im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster – dem bundesweit günstigsten Wohnort – liegt der reale Wert dagegen bei 1160 Euro.

Mit einer Kaufkraft von 987 Euro liegt Leverkusen landesweit in der Spitzengruppe. „Der Wohnort hat großen Einfluss auf die Lebenshaltungskosten und damit den Wohlstand im Alter“, sagt Studienautor Heiko Burret. Teurere Gegenden müssten jedoch nicht zwangsläufig unattraktiver sein, da die Löhne und somit auch die Renten dort tendenziell höher seien als in günstigeren Regionen. „Einbußen beim Lebensstandard drohen überall dort, wo die Alterseinkünfte im Verhältnis zum regionalen Preisniveau sehr niedrig ausfallen“, so Burret.

 In Nordrhein-Westfalen lässt sich der Ruhestand vielerorts günstig verbringen. Lediglich in sieben  der 53 Kreise und kreisfreien Städte liegen die Lebenshaltungskosten über dem Bundesdurchschnitt. Teuer sind vor allem die wirtschaftsstarken Orte Düsseldorf und Köln: 1000 Euro haben dort eine Kaufkraft von 906 Euro (Düsseldorf) beziehungsweise 908 Euro (Köln), das Preisniveau liegt in beiden Metropolen rund zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In Duisburg hingegen zahlen Rentner etwa sechs Prozent weniger als im nationalen Mittel. Noch günstiger ist das Leben in ländlichen Regionen: Im Kreis Höxter ist das Preisniveau um zehn Prozent niedriger als im Bundesschnitt und gut 20 Prozentpunkte günstiger als in Köln.

Für die Auswertung hat Prognos die Lebenshaltungskosten der Rentner in 401 Kreisen und kreisfreien Städten verglichen. Eigens dafür passte das Institut die Gewichtung des allgemeinen Warenkorbs des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen an. Gesundheitsausgaben und Mieten haben in dieser Altersgruppe beispielsweise ein höheres Gewicht.