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Leverkusen: Fünf Geldautomaten abgebaut - Fettehenne, Quettingen und Rheindorf-Süd

Sparkasse reagiert : Nach Sprengstoff-Attacken: fünf Geldautomaten abgebaut

Aus Sicherheitsgründen hat die Sparkasse in Leverkusen fünf von stadtweit 44 Geldautomaten vorübergehend aus dem Betrieb genommen. Betroffen sind die Filialstandorte Fettehenne, Quettingen und Rheindorf-Süd.

Hintergrund ist das zunehmend brachiale Vorgehen von Räubern, die durch Sprengungen versuchen, an das in den Automaten befindliche Geld zu gelangen. Immer häufiger kommt es dabei zu starken Beschädigungen, auch der angrenzenden Wohnbebauung.

„Das Landeskriminalamt (LKA) hat schon in der Vergangenheit Empfehlungen für das Betreiben von Geldautomaten ausgesprochen“, sagt Sparkassensprecher Dierk Hedwig. „In Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden hat die Sparkasse gute Erfolge bei der  Prävention von Angriffen auf Geldautomaten erzielt.“ So wurden zahlreiche Schutzmaßnahmen,  insbesondere gegen Sprengungen durch eingeleitetes Gas umgesetzt. „Diese Schutzmaßnahmen haben gut gewirkt“ sagt Hedwig. Das habe aber dazu geührt, dass die Täter nun verstärkt auf Festsprengstoffe zurückgreifen. „Die Vorgehensweise der Täter wird brachialer, und das bereitet uns Sorgen“, sagt der Pressesprecher.

Bei den abgebauten Geldautomaten handelt es sich um solche mit unmittelbarem Kontakt zu Wohnflächen. Hedwig:  „Die Sicherheit von Personen und der Schutz von Gebäuden stehen für uns an erster Stelle,  Anwohner sowie Unbeteiligte müssen geschützt werden.“ Die Stilllegung sei nicht dauerhaft vorgesehen. „Wir prüfen, wie wir die Sicherheit durch Umbaumaßnahmen erhöhen oder eine Alternative an den Standorten oder in der Nähe bereitstellen können.“

 Aus Sicherheitsgründen sind zudem an einigen Standorten der Sparkasse im Stadtgebiet Selbstbedienungs-Bereiche mit Geldautomaten während der Nachtstunden geschlossen.

(bu)