Leverkusen fördert den Nachwuchs mit einem Kleinkunstpreis

Nachwuchsförderung: Leverkusen bekommt einen Kleinkunstpreis

Am 7. Dezember wird zum ersten Mal der Leverkusener Kleinkunstpreis verliehen. Er heißt „Goldener Löwe“ und dient der Nachwuchsförderung.

Eine Mischung aus Kabarett, Poetry Slam, Comedy und Musik, sechs Künstler und mit dem Scala eine passende Location – Leverkusen bekommt einen Kleinkunstpreis. Der erste wird am 7. Dezember vergeben. Das Ziel ist  Nachwuchsförderung.

„Die sechs aufstrebenden Künstler bilden einen tollen Querschnitt“, kündigt Mario Görög an. Schon vor einigen Jahren organisierte er in seiner Heimat Kirchen an der Sieg einen solchen Kleinkunstpreis. In der 9000-Einwohner-Stadt kam das sensationell an.Und so gilt Görög, der in der Szene vor allem als Mario el Toro bekannt ist, als Hauptperson hinter der Idee. Er wird den Abend auch moderieren.

Eine fünfköpfige Jury bewertet die Auftritte der Kandidaten. Wer in dieser Jury sitzt, ist noch nicht ganz klar. Viel spricht aber dafür, dass Fabien Stiens vom Scala und Bayer-Kultur-Leiter Thomas Helfrich ein Teil werden. Schließlich helfen sie mit, den Preis zu realisieren.

Dazu erhält das Publikum die Chance, seinen Liebling des Abends nach vorne zu wählen. Jeder der Zuschauer hat dabei zwei Stimmen. „In Kirchen haben wir das mit Kieselsteinen gemacht. Die konnten in die jeweilige Box gelegt werden – entweder nur ein Stein oder eben beide“, erläutert Görög.

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Dem Gewinner wird der „Goldene Löwe“ verliehen. Zugegeben: Das ist kein extraordinärer Pokal. Doch dafür hat es das mit dem „Goldenen Löwen“ verbundene Preisgeld in sich. 1000 Euro bekommt der Sieger, der Zweitplatzierte erhält immerhin noch 500, der Dritte 300 Euro wert.

Die Organisatoren sind sich aus Erfahrung sicher: Für einen jungen Künstler ist vor allem der Hauptgewinn eine große Hilfe. „So können sie sich in den nächsten zwei Monaten auf ihre Arbeit und das Programm konzentrieren“, sagt Helfrich.

Helfrich möchte nicht zuletzt den Mechanismus durchbrechen, dass eine solche Veranstaltung wie selbstverständlich in Köln verortet wird. Er glaubt, wenn etwas gut gemacht werde, kämen die Menschen auch „herüber“. Ob sich der Preis durchsetzt und große Anerkennung in der Szene findet, liege nun auch an den Leverkusenern und daran, wie gut sie die Verleihung annehmen.

Karten für den 7. Dezember sind noch zu haben. Sie kosten 12,50 Euro und sind bei Eventim erhältlich.

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