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Leverkusen: Finanzring berät in Geldfragen und unterstützt Kinderschutzbund

Spende : Finanzring berät in Geldfragen und unterstützt Kinderschutzbund

Die Welt blickt mit Sorge auf den Ausbruch des Coronavirus. Die Unsicherheit ist überall zu spüren, besonders auf dem Finanzmarkt. Auch zu normalen Zeiten verlieren Vermögen täglich an Wert, ohne dass Menschen es bemerken.

Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin werden Deutsche nicht reicher, sondern ärmer, obwohl sie im Vergleich zu anderen europäischen Ländern viel mehr sparen.

Dagegen anzugehen und die Öffentlichkeit über das Thema Geld und Finanzen aufzuklären, hat sich der Leverkusener Finanzring zum Ziel gesetzt — das 1969 von Manfred Will gegründete Familienunternehmen für unabhängige Finanzberatung. Außer Sohn Sebastian Will, der seit 2011 in der Geschäftsführung ist, gehören insgesamt acht Mitarbeiter zum Team, um vermögende Kunden gegen Honorar zu beraten.

Außerdem informieren sie Sparer bei Vorträgen etwa über Null-Zinspolitik, wirtschaftliche Zusammenhänge und wahre Kosten, die bei Finanzprodukten anfallen, aber von Banken und Versicherungen gerne verschwiegen werden. Will: „Vielen Leuten ist nicht bewusst, dass versteckte Kosten dazu führen, dass am Ende von Laufzeiten erheblich weniger als erhofft herauskommt.“

Letztlich müsse man sich fragen, ob alte Produkte wie Lebens- und Rentenversicherungen oder Bausparverträge überhaupt noch funktionierten oder zielführend seien, ergänzte Finanzplaner Sascha Wisniewski. Produkt-Empfehlungen gebe es bei den Vorträgen nicht. Ohnehin existiere „die optimale Anlage“ nicht, sondern nur „eine optimal auf den Kunden maßgeschneiderte Anlagestrategie“, die zugleich die Risikotragfähigkeit der Kunden berücksichtige. Die Hoffnung sei insgesamt groß, dass Zuhörer für bestimmte Probleme in Deutschland sensibilisiert würden und lernten, sich mit dem Thema Wertpapiersparen auseinanderzusetzen.

Seit geraumer Zeit besucht der Finanzring auch Schulen, um sein Wissen kostenfrei weiterzugeben. Die Vorträge in der Geschäftsstelle Reuterstraße 57 sind indes nicht kostenfrei, zwei Personen zahlen zehn Euro Eintritt. Dieser Betrag wird seit sechs Monaten und auch in Zukunft an den Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Leverkusen, gespendet.

Der nächste Vortrag am Dienstag, 31. März, um 19 Uhr, behandelt das Thema „Geld verstehen“. Infos: www.finanzring.de