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Leverkusen: EM-Geschäft läuft in den Kneipen langsam an

Deutschland gegen Frankreich im Leverkusener Biergarten : EM-Geschäft läuft in den Kneipen langsam an

Im Opladener „Touchdown“ waren beim Auftaktspiel des deutschen Teams gegen Frankreich auf der Terrasse die Tische belegt. „Nach sieben Monaten Nichtstun beschwere ich mich nicht über ein bisschen Stress“, sagt Wirtin Tina Bektas.

Die Fußball-Europameisterschaft ist bisher noch nicht der TV-Quotenhit. In der Spitze sahen das Turnier beim Spiel Niederlande gegen Ukraine 8,8 Millionen Zuschauer. 2016 waren es im Schnitt noch rund drei Millionen Fans mehr. Dennoch bauen die Wirte in Leverkusen auf die einnehmende Wirkung des Turniers und möglichst viele Fans in ihren Gaststätten. Wir haben beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich im „Touchdown“ in Opladen vorbeigeschaut.

Wirtin Tina Bektas hatte ordentlich zu tun. Sie und ihr Team eilten durch den hauseigenen Biergarten. Schon einige Tage vor Anpfiff der Partie gegen Frankreich waren die Plätze in einem der größten Biergärten des Stadtteils ausgebucht. 100 bis 120 Fans verfolgten hier die Niederlage des Nationalteams.

Der Stimmung unter den Gästen tat das aber keinen Abbruch. Sie sind glücklich, endlich wieder draußen sitzen zu können. „Im Gesamten war es gut“, sagt Bektas am Mittwoch nach dem Spiel. Zugleich zeigte sie ihre Verbundenheit mit der Nationalmannschaft: „Es war natürlich nicht so schön, dass wir verloren haben.“

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Im „Touchdown“ an der Düsseldorfer Straße hat derzeit nur der Außenbereich geöffnet. Das, so sagt Bektas, reiche aber erst einmal: „Die Leute wollen ohnehin draußen sitzen.“ Das Konzept wird auch in den kommenden EM-Wochen wohl so bleiben.

Bisher, berichtet die Wirtin, war das Interesse an der Europameisterschaft insgesamt noch überschaubar. Die Spiele mit deutscher Beteiligung lockten aber schon mehr Gäste an. Für die Partie am Samstag gegen Portugal habe die Gaststätte schon eine große Nachfrage bei den Tischreservierungen. „Die EM kurbelt schon ein bisschen an“, bemerkt Bektas.

Sie rechnet mit einem größeren Zulauf, sobald die Finalspiele beginnen, und es auf dem Rasen um alles oder nichts geht. Das zeigt ihr die Erfahrung. Dass mit zunehmender Gästezahl auch der Stress steigt, nimmt die Gastronomin gern in Kauf. „Ich glaube, ich bin kein Mensch, der sich nach sieben Monaten Nichtstun über ein bisschen Stress beschweren sollte“, betont sie.

So wie Bektas geht es in Opladen und anderen Stadtteilen vielen Wirten. Sie hoffen auf eine Zunahme des Geschäfts durch die Fußball-EM. Im Opladener Kneipenviertel wird jedenfalls ein jeder Gast einen Platz finden. In Schlebusch zeigt der Herkenrath-Hof die Spiele. Im Saal Norhausen in Rheindorf können die Partien der deutschen Mannschaft im kleinen Kreis verfolgt werden. Informationen zu Tischreservierungen gibt es auf der Internetseiten der Gaststätten.