Leverkusen: Eltern sorgen sich um vom-Stein-Aula

Aula-Sperrung: Schulpflegschaft sorgt sich um vom-Stein-Aula

Schuld zuweisen oder über Versäumnisse lamentieren – das will die Schulpflegschaft des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nicht. Sorgen aber macht sie sich seit einiger Zeit um die Aula der Schule. Denn die ist seit vergangenem Dezember wegen eines Wasserschadens gesperrt (wir berichteten).

Die Pflegschaftsvertreter haben in einem Brief an Stadt und Politik darauf hingewiesen, was die Aula für die Schulgemeinschaft zwischen Lehrern, Schülern und Eltern bedeutet. So heißt es unter anderem, dass sei der Ort, „der wie kein anderer das künstlerisch-musische Profil der Schule symbolisiert und darstellt“, „der Identifikation stiftet und für die Schulgemeinde als zentraler Treffpunkt ein Stück Heimat verkörpert“, „der für Schulneulinge bei ihrer Einschulung als ,Gesicht der Schule’ den ersten prägenden Eindruck verleiht“, schreiben Gero Steinmetz, Vorsitzender der Schulpflegschaft, und seine Mitstreiter. Ohne Aula sei das Gymnasium wie ein Stadtrat ohne Sitzungssaal oder ein Pokalhalbfinale der Werkself im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Eltern und Lehrer hätten erlebt, wie traurig die Schüler gewesen seien, als das Weihnachtskonzert abgesagt  und Aufführungen und die Abifeier an andere Orte verlegt werden mussten. Solche weichen Kriterien seien auch entscheidend für ein „gelingendes Schulleben und somit auch für den Erfolg der Schüler auf ihrem Weg zum Abitur“, heißt es in dem Brief. Diese Punkte sollen Stadt und Politik im Auge behalten bei der Lösung des Problems.

Auch Schulleiter Bernd Ruddat hatte vor einiger Zeit von den Problemen, die die lange Aula-Schließung mit sich bringe, berichtet und angekündigt, sauer zu werden, wenn zu Schuljahresbeginn die Aula nicht wieder freigegeben werde.

  • Serie Rheinische Post Und Volksbank Niederrhein Präsentieren Handwerk 4.0 : Steinmetz: Künstler, Techniker, Chemiker

Die Stadt bestätigte auf Anfrage noch einmal, dass die Aula nach den Sommerferien wieder geöffnet wird. Vorläufig und in provisorischem Zustand. Mitte 2019 muss die Schulgemeinschaft erneut mit Einschränkungen zurechtkommen. Dann soll die Aula, deren baulicher Zustand laut Stadt nicht zufriedenstellend sei, saniert werden. Dies nehme rund eineinhalb Jahre in Anspruch.