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Leverkusen: Die Wupsi verleiht jetzt auch E-Bikes

Mobilität in Leverkusen : Die Wupsi verleiht jetzt auch E-Bikes

30 elektrische Fahrräder befinden sich jetzt im Fuhrpark von „Wupsi-Rad“. Das Verkehrsunternehmen hofft, dass sie gut angenommen werden.

Mal eben von der Arbeit zur Bushaltestelle oder umgekehrt radeln geht jetzt noch schneller: Zu bislang 300 Leihrädern kommen 30 Elektrofahrräder hinzu. Um Verwechslungen zwischen beiden Versionen zu vermeiden, unterscheiden sie sich vor allem durch die Farbe. „Normale“ Räder sind silbern, E-Bikes sind rot.

Die „Erfolgsgeschichte“ des Fahrradverleihsystems „Wupsi-Rad“, die im Frühjahr 2019 begann, werde nun fortgesetzt, betonte Wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski. „Neue Mobilität in dieser Stadt voranzutreiben, liegt mir sehr am Herzen“, sagte der Manager zufrieden. Er räumte aber ein, anfangs gezweifelt zu haben, ob das Angebot angenommen werde. Inzwischen sei er überzeugt, dass sich das System großer Beliebtheit bei Pendlern und Freizeitradlern erfreue.

Dafür sprächen nicht zuletzt die Zahlen: Bis Juli 2021 wurden 10.000 Registrierungen und 100.000 Ausleihen gezählt. „Ich bin sehr optimistisch“, unterstrich Kretkowski, „dass die E-Bikes ebenfalls gut angenommen werden.“

„Wupsi-Rad“ gilt zunehmend als umweltfreundliche Alternative für kurze Strecken und als wichtiger Baustein für kommunale Mobilität. Auf diese Tatsache wies Oberbürgermeister Uwe Richrath bei der Eröffnung hin und sprach von einem „wichtigen Moment“. Mobilität könne nicht nur einseitig, sondern müsse vernetzt gedacht werden.

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Das Unternehmen Covestro ist seit Beginn als Hauptsponsor des Verleihsystems dabei. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind Teil unserer Konzernstrategie“, erklärte NRW-Standortleiter Daniel Koch. „Welches Projekt könnte da besser passen als das Mobilitätskonzept mit den herkömmlichen und jetzt auch mit den elektrisch betriebenen Fahrrädern?“

Hinzu komme, dass Nachbarschaft gerade in diesen Zeiten enorm wichtig sei. Dies habe man mit dem Bau der neuen Konzernzentrale in Leverkusen dokumentiert. Koch versprach, es werde nicht die letzte Beteiligung am Wohlbefinden der Stadt sein.

Die Leihfahrräder werden vor allem von Pendlern genutzt. Daher sind sie in der Nähe von Arbeitsstätten wichtig. Laut Statistik wurden die meisten Ausleihen zwischen montags und freitags zu den Hauptverkehrszeiten registriert.

Ab sofort stehen die neuen Flitzer an drei Standorten in unmittelbarer Nähe zu den virtuellen Ausleihstationen am Busbahnhof in Wiesdorf, am Busbahnhof Opladen und in Schlebusch Post.

Fahrräder mit Elektromotor eignen sich besonders gut für längere Touren, Fahrten in anspruchsvolle Gebiete oder für Nutzer, die sich über Unterstützung beim Radeln freuen. Nach der Nutzung können die Räder an den ursprünglichen Standort zurückgebracht werden. Wer möchte, kann sie aber auch an einer von 57 Stellen im Leverkusener Stadtgebiet zurücklassen. Mitarbeiter der Betreiberfirma Nextbike sorgen anschließend dafür, dass die Räder an ihre Herkunftsorten verteilt und die Akkus aufgeladen werden. Der Ladezustand wird durch grüne LED-Lichter am Rahmen angezeigt.