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Leverkusen: Die Leichlinger Julius Henkel und Johnny Laux absolvieren beim NaturGut Ophoven ihren Bundesfreiwilligendienst.

FSJ beim NaturGut : „Hier lernt man was fürs Leben“

Die Leichlinger Julius Henkel und Johnny Laux absolvieren beim NaturGut Ophoven ihren Bundesfreiwilligendienst.

Bienenhäuser bauen, Weidenschnitt und Umweltpädagogik. Das NaturGut Ophoven hilft jungen Menschen mit abwechslungsreichen Aufgaben, sich nach der Schule zu orientieren. Viele wollen nach ihrem Abschluss Abstand vom Lernen gewinnen und entscheiden sich deshalb für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Das NaturGut Ophoven ist seit Jahren eine Einsatzstelle. Was ein Jahr beim NaturGut besonders macht, erzählen die Leichlinger Julius Henkel (19) und Johnny Laux (18).

Seit September 2019 absolviert Julius seinen BFD beim NaturGut und ist damit sehr zufrieden. Auch Johnny bereitet sein FÖJ große Freude. „Ich wusste nicht genau, was ich nach der Schule machen wollte“, sagt Julius. „Das BFD ist ein schöner Übergang in das Berufsleben.“ Während dieser Zeit werden sie von Mitarbeitern des Fördervereins NaturGut Ophoven unterstützt. „Viele wollen nach dem Abi erstmal etwas Praktisches machen“, schildert Marianne Ackermann, Vorsitzende des Fördervereins. Auf dem Gut sammeln die Jugendlichen praktische Erfahrungen in spannenden Arbeitsgebieten. „Sie sind im pädagogischen Bereich tätig, zum Beispiel führen sie Schulklassen durch das Gut. Zudem arbeiten sie im handwerklichen Bereich auf dem Außengelände oder in der Werkstatt.“

Um acht Uhr beginnt für die Jungs der Arbeitstag. Insgesamt arbeiten sie 39 Stunden wöchentlich und werden dafür mit 300 Euro entlohnt. Dazu kommen 25 Seminartage. Einen typischen Arbeitstag gibt es nicht. „Wir machen das, was gerade anfällt“, sagt Julius. Momentan bauen sie hauptsächlich Bienenstationen. Die abwechslungsreichen Aufgaben in der Werkstatt gefallen ihm am besten. „Ich habe meine handwerklichen Fähigkeiten ausgebaut“, betont er. „Das kann ich im Leben gut gebrauchen.“

Beim NaturGut arbeitet man größtenteils im Team. „Das Arbeitsklima ist sehr gut“, sagt Johnny. „Die Kollegen sind freundlich, lustig und hilfsbereit.“

Julius ist sich zudem sicher, dass er in den vergangenen Monaten selbstständiger geworden ist, denn hier wird er gut eingebunden. „Das ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man seine eigenen Ideen einbringen kann.“

Das Jahr soll dazu dienen, sich selber kennenzulernen und um herauszufinden, wie man sein Berufsleben gestalten möchte. „Man lernt hier fürs Leben, auch wenn es später vielleicht in eine andere Richtung geht,“ betont Ute Rommeswinkel vom NaturGut.