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Leverkusen: Die Alkenrather Hugo-Kükelhaus-Schule wird per Containermodul erweitert.

Containerlösung in Alkenrath : Kükelhaus-Schule: Alle unter einem Dach

Über Jahre waren Klassen der Förderschule ausgelagert. Eine logistische Herausforderung, die 2021 ein Ende hat.

Die Trennung hat ein Ende. Zwar erst im kommenden Jahr, aber Kordula Fundermann und Stefan Esser ist die Freude schon jetzt an den Stimmen anzumerken. Denn 2021 soll wieder zusammengeführt werden, was zusammengehört: Alle Schüler der Hugo-Kükelhaus-Schule werden dann wieder an einem Standort unterrichtet – eine Containerlösung soll es möglich machen. Die Stadt hatte jüngst über den Zwischenstand des Projekts die Politik informiert.

2007 war der Erweiterungsbau für die Förderschule fertig geworden. „Mit ihm sollte Platz für  120 Schüler geschaffen werden, aber im Grunde lagen zur Einweihung die aktuellen Schülerzahlen schon höher“, berichtet Stefan Esser von der Schulleitung.  Schon vor mehr als zehn Jahren habe eine Klasse deswegen an die Erich-Klausener-Grundschule, zwar ebenfalls in Alkenrath, aber dann doch etliche Straßen weiter weg, ausgelagert werden müssen. Später kam eine zweite Klasse hinzu. „Das ist eine logistische Herausforderung“, betont Kordula Fundermann, die mit Esser die Schule leitet. Sie zählt auf: „Schülerspezialverkehr, Mittagessen, Vertretungsunterricht, das alles muss geplant werden. Dazu kommt, dass nicht jeder Schüler an der Grundschule zu unterrichten ist, weil die Ausstattung einer Grundschule eine andere ist als wir sie brauchen.“

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Der Förderschwerpunkt liegt an der Kükelhaus-Schule auf geistiger Entwicklung. Manche Schüler hätten dazu aber auch körperliche Beeinträchtigungen. Das Spektrum der Behinderungsbilder sei breit,  besonderen Bedürfnissen trage die Schule Rechnung, ergänzt die Schulleiterin. So etwa komme auf sechs Schüler eine Lehrerstelle, bei Schülern mit intensivpädagogischen Förderbedarf auf vier Schüler ein Lehrer.

Mittlerweile besuchen 145 Leverkusener Schüler die Einrichtung. Laut den Führungsduo Fundermann/Esser wird die Schülerzahl in den kommenden Jahren noch steigen. Die neuen Containermodule sollen Platz bieten für zwei Klassen, dazu soll es Differenzierungsmöglichkeiten geben, Platz für Toiletten wird ebenso vorhanden sein wie Möglichkeiten  für die Digitalisierung. „Die Mittel sind jetzt beantragt. Aber zum Schuljahr 2020/2021 wird es mit dem Container leider noch nichts“, sagt Esser.

Denn einen dicken Wermutstropfen muss die Alkenrather Schule noch  schlucken. Für die neuen Räume  muss ein Stück Schulhof weichen. „In Abstimmung mit der Schule wurde zunächst der nördliche Schulhof als mögliche Aufstellfläche festgelegt. Mit der Errichtung einer Containeranlage ist zwingend eine Umgestaltung des nördlichen Schulhofs erforderlich, ebenso umfangreiche Erdarbeiten zur Herstellung der Versorgungsleitungen des neuen Gebäude“, erläutert die Stadt in der Information für die Politik zu dem Umbau. Und: „In weiterer Abstimmung mit der Schule wird eine Kostenschätzung erstellt, um 2020 eine Haushaltsanmeldung durchführen zu können.“

Aber auch wenn es noch dauert mit der Umsetzung und Schulhof weichen muss, weiß Stefan Esser jetzt schon: „Wenn die Container aufgebaut werden, dann machen hier alle einen Freudensprung.“