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Leverkusen: Das sagt die Politik zur A1-Raststätten-Entscheidung

Raststätte an der A1 : FDP ruft Rat zum gemeinsamen Widerstand auf

Die Politik reagierte am Freitag umgehend. Die FDP ruft alle im Rat vertretenen Parteien dazu auf, „den Widerstand gegen die weitere Planung zu intensivieren“, schreibt Ratsgruppen-Sprecherin Monika Ballin-Meyer-Ahrens.

Der Oberbürgermeister soll „alle politischen Kräfte im Rat zu einem Meinungsaustausch zusammenbringen, um weitere Gegenschritte zu überlegen“.

 Grünen-Vorsitzende Anja Boenke wettert: „Andreas Scheuer hofiert wieder einmal die immer problematischere Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße. Ganz nebenbei werden dafür 25.000 Quadratmeter Natur in Leverkusen zerstört.“  Sie und Vorsitzender Christoph Kühl verstehen zudem nicht, dass es keine ernsthafte Prüfung anderer Standorte wie den in Köln-Niehl gegeben habe, „der nach Meinung vieler deutlich besser geeignet gewesen wäre und weniger Zeit und Geld gekostet hätte“.

Dem kann sich CDU-Ratsherr und Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz wohl nur anschließen. Er hat sich intensiv für eine Prüfung  von der Brachfläche in Niehl eingesetzt. Mit Fraktionschef Stefan Hebbel und Parteivorsitzenden Frank Schönberger reagiert er auf die Nachricht so: „Wir bleiben bei unserer Position und werden gegen die Raststätte an diesem Standort kämpfen“, schreibt die Union. „Das Vorgehen der Deges zum jetzigen Zeitpunkt ist den Betroffenen gegenüber schlichtweg unsensibel. Die Menschen sind aktuell durch die Corona-Pandemie mit anderen Themen beschäftigt und sollen zu Hause bleiben, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Demonstrationen oder Informationsveranstaltungen sind deshalb aktuell nicht möglich“, betont Scholz.