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Leverkusen: D’r Schlebuscher Zoch kütt – online und aus Pappe

Leverkusen: KG Grün-Weiß ruft zum Basteln auf : D’r Schlebuscher Zoch kütt – online und aus Pappe

Der närrische Lindwurm wird gebastelt. Mitmachen kann jeder, der Lust und geschickte Hände hat. Am 13. Februar zieht er los – in Internet.

Die Pandemie vermiest den Karneval? Pah, die Schlebuscher denken gar nicht dran, sich ihren Zoch vermiesen zu lassen. Sie basteln sich einfach einen. Und der rollt pünktlich am 13. Februar um 14.11 Uhr los. Ganz gleich, ob’s stürmt, regnet, schneit oder Corona weiterhin marodierend übers Land zieht. Denn: Die Karnevalsgesellschaft Grün-Weiß Schlebusch hat dem Ganzen flugs ein neues Motto gegeben. Unter dem Titel „Trotz Pandemie  en Schlieb’jer Zoch wie nie“ darf losgebastelt werden, was die Pappe aushält. Damit der Schull- und Veedelszoch digital ziehen kann.

„Ihr bastelt aus einem Schuhkarton – beziehungsweise in Schuhkartongröße  – einen Karnevalswagen, eine Musikgruppe oder gern auch eine Tanzgruppe. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, heißt es im kreativen Aufruf der KG Grün-Weiß. Das ist schon die halbe Miete. Die andere Hälfte: „Ihr gebt Eurer Gruppe/Eurem Wagen einen Namen beziehungsweise ein Motto und erzählt etwas dazu, damit die Moderatoren Euer Werk gebührend vorstellen können.“ Der oder die Bastler sollen noch ein Foto von sich dazulegen – in Uniform oder im Kostüm.

Freut sich auf den ersten Papp-Zoch: Hans-Peter Teitscheid, ehemaliger Vorsitzender der KG Grün-Weiß. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Die fertigen Wagen und Zuggruppen samt Begleitbrief und Foto können die Bastler am Freitag, 5. Februar, zwischen 15 und 17 Uhr bei Familie Bodenröder in Schlebusch vor der Haustür (Odenthaler Straße 37a, 51375 Leverkusen) ablegen oder das jecke Werk per Post schicken. „Wir erstellen aus allen eingereichten Zugteilnehmern einen virtuellen Schull- und Veedelszoch“, verspricht die KG. Am Karnevalssamstag um 14.11 Uhr treckt der Zug online los. Wo der Spaß abgerufen werden kann, gibt die KG noch bekannt.

„Wir lassen uns überraschen, was alles abgegeben wird“, sagt Hans-Peter Teitscheid von Grün-Weiß Schlebusch. „Eine kleine Umfrage im Verein lässt Positives erahnen.“ Mitmachen können aber alle närrischen Bastler oder bastelnden Narren. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht nur viele Besucher, sondern auch Teilnehmer aus anderen Stadtteilen und dem Umland. Aufgerufen zum Basteln sind so auch alle, die dazu Lust haben.“ Teitscheid rechnet damit, dass der Schull- und Veedelszoch in Schlebusch im Februar erstmals in seiner Geschichte mehr Wagen als in Nicht-Corona-Zeiten haben könnte. „Normalerweise hat unser Zug ja immer sehr viele Fußgruppen. Dieses Mal wird es bestimmt anders“, prophezeit er. Vielleicht, weil die aus Schuhkartons einfacher zu basteln sind als Fußvolk. Aber ganz gleich, wie das Verhältnis ausfallen wird: D’r Zoch kütt in Schlebusch.